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über das Licht.
ben möͤgen, so werden solche doch immer auf unsere
Grundsätze passen, und man wird sie, nach unserer
Theorie immer auf den bloßen Bericht der gegebenen
Umstände, voraus sehen können.
Aber nun folgen andere Thatsachen, welche das
Siegel der Einleuchtung auf die, eben von uns festgesezten, =
Wahrheiten drücken. Wie ich von den
Hauptfarben handelte, habe ich gezeigt, wie alle
Farben, welche das Säulenglas liefert, auf drey
zurückgebracht werden, wenn man sich dieses Werkzeuges =
zur Betrachtung eines abgesonderten und gegen =
den freyen Himmel aufgehangenen undurchsichtigen =
Körpers bedient. Diese drey Farben findet
man immer auf einer senkrechten, oder waagerechten =
Linie geordnet; auf einer waagerechten, wenn
das Säulenglas senkrecht stehet, und auf einer senkrechten, =
wenn es waagerecht gestellt ist. Sonst
mag aber der Körper, mit welchem man den Versuch =
anstellt, länglich, oder kugelrund seyn, das Säulenglas =
waagerecht, oder senkrecht vors Auge gehalten, ¬
und der Gegenstand durch den obern, oder
untern, brechenden Winkel angesehen werden, so leiden =
die Erscheinungen der Ablenkung keinen Wandel, =
sondern der gelbe ist immer an einem Ende,
der blaue am andern und der rothe in der Mitte
Hieraus folgt offenbar, daß die
befindlich.
rothen Stralen eine mittlere Brechbarkeit besitzen.
Da die blauen aber an der Seite erscheinen, wo das
Glas am stärksten ist (die mehreste Maße hat,) so
möchte man glauben können, daß sie ablenkbarer,
als die gelben, wären, indessen überzeugt man sich
vom