Sachenrecht.
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ut dicat possessorem usu non cepisse et ob id suam esse
rem. § 5 I. de act.
IV. Actio finium regundorum (Grenzscheidungsklage)
eine act. mixta (§ 19. II. a. 4. III.) — ist die Klage, welche auf Aufhebung ¬
der durch eine Grenzverwirrung (od. Grenzirrung) zwischen
den Besitzern benachbarter ländlicher Grundstücke entstandenen Gemeingerichtet ¬
ist.
schaft des streitigen Theils — Grenzregulirung —
Nach den 12. Taf. sollten bei Grenzstreitigkeiten intra quinque pedes
(Grenzrain) drei arbitri d. h. sachverständige Feldmesser — (agri)
an deren Stelle seit der 1. Mamilia einer trat, nach
mensores
den Regeln ihrer Kunst die Grenze feststellen (controversia de fine);
bei Grenzstreitigkeiten extra quinque ped. entschied der Judex nach
den Grundsätzen des Civil-R. (controv. de loco). Nach vielfachen
Schwankungen der Gesetzgebung beseitigte Justinian jene Unterscheidung ¬
und ließ die Agrimensoren fortan stets nur als Sachverständige ¬
zu.
Finium regundorum actio in personam est, licet pro vindia. ¬
catione rei est. Paul. l. 1 D. fin. reg. 10, 1.
Hoc iudicium locum habet in confinio praediorum rustib. ¬
corum: nam in confinio praediorum urbanorum displicuit,
neque enim confines hi, sed magis vicini dicuntur, et ea
communibus parietibus plerumque disterminantur. Et ideo
et si in agris aedificia iuncta sint, locus huic actioni non
erit: et in urbe hortorum latitudo contingere potest, ut
etiam finium regundorum agi possit. Id. l. 4 § 10 eod.
c. Iudici finium regundorum permittitur, ut ubi non possit
dirimere fines, adiudicatione controversiam dirimat. Ulp.
1. 2 § 1 eod.
§ 84. B. Rechtsmittel zum Schutze des Besitzes.
(Possessorische Interdikte.)
Sch. § 92. M. § 88. Müh. § 102. Müll. § 74. B. III § 48. 49. P. § 225.
Schi. § 143. 144. K. § 48. 51. Ku. I. § 514—17. II. 423..)
Der Besitz wird durch die possessorischen Interdikte geschützt, welche
in zwei Klassen zerfallen: interd. retinendae possessionis, die bei
Besitzstörungen, und interd. recuperandae poss., die bei Besitzentziehungen ¬
gegeben werden. (§ 23. § 69. IV. V.)
I. Interd. retinendae poss. sind: a. Das int. uti possidetis ¬
(ein duplex interd.) zum Schutze des Besitzes an unbeweglichen ¬
Sachen, bei welchem Derjenige siegt, dessen Besitz zur Zeit der
Gewährung des Interdiktes dem Gegner gegenüber fehlerfrei war.
b. Das int. utrubi (ebenfalls duplex) zum Schutze des Besitzes
an beweglichen Sachen; Sieger ist hier, wer den größten Theil
des letzten Jahres dem Gegner gegenüber sine vitio besessen hat,
und zwar mit Einrechnung des Besitzes des Auctors. Im Just. R.