Objekt : Salkowski, Carl: Lehrbuch der Institutionen für den akademischen Gebrauch

Sachenrecht.
196
ut  dicat  possessorem  usu  non  cepisse  et  ob  id  suam  esse
rem.  §  5  I.  de  act.
IV.  Actio  finium  regundorum  (Grenzscheidungsklage)
eine  act.  mixta  (§  19.  II.  a.  4.  III.)  —  ist  die  Klage,  welche  auf  Aufhebung ¬
  der  durch  eine  Grenzverwirrung  (od.  Grenzirrung)  zwischen
den  Besitzern  benachbarter  ländlicher  Grundstücke  entstandenen  Gemeingerichtet ¬
  ist.
schaft  des  streitigen  Theils  —  Grenzregulirung  —
Nach  den  12.  Taf.  sollten  bei  Grenzstreitigkeiten  intra  quinque  pedes
(Grenzrain)  drei  arbitri  d.  h.  sachverständige  Feldmesser  —  (agri)
an  deren  Stelle  seit  der  1.  Mamilia  einer  trat,  nach
mensores
den  Regeln  ihrer  Kunst  die  Grenze  feststellen  (controversia  de  fine);
bei  Grenzstreitigkeiten  extra  quinque  ped.  entschied  der  Judex  nach
den  Grundsätzen  des  Civil-R.  (controv.  de  loco).  Nach  vielfachen
Schwankungen  der  Gesetzgebung  beseitigte  Justinian  jene  Unterscheidung ¬
  und  ließ  die  Agrimensoren  fortan  stets  nur  als  Sachverständige ¬
  zu.
Finium  regundorum  actio  in  personam  est,  licet  pro  vindia. ¬

catione  rei  est.  Paul.  l.  1  D.  fin.  reg.  10,  1.
Hoc  iudicium  locum  habet  in  confinio  praediorum  rustib. ¬

corum:  nam  in  confinio  praediorum  urbanorum  displicuit,
neque  enim  confines  hi,  sed  magis  vicini  dicuntur,  et  ea
communibus  parietibus  plerumque  disterminantur.  Et  ideo
et  si  in  agris  aedificia  iuncta  sint,  locus  huic  actioni  non
erit:  et  in  urbe  hortorum  latitudo  contingere  potest,  ut
etiam  finium  regundorum  agi  possit.  Id.  l.  4  §  10  eod.
c.  Iudici  finium  regundorum  permittitur,  ut  ubi  non  possit
dirimere  fines,  adiudicatione  controversiam  dirimat.  Ulp.
1.  2  §  1  eod.
§  84.  B.  Rechtsmittel  zum  Schutze  des  Besitzes.
(Possessorische  Interdikte.)
Sch.  §  92.  M.  §  88.  Müh.  §  102.  Müll.  §  74.  B.  III  §  48.  49.  P.  §  225.
Schi.  §  143.  144.  K.  §  48.  51.  Ku.  I.  §  514—17.  II.  423..)
Der  Besitz  wird  durch  die  possessorischen  Interdikte  geschützt,  welche
in  zwei  Klassen  zerfallen:  interd.  retinendae  possessionis,  die  bei
Besitzstörungen,  und  interd.  recuperandae  poss.,  die  bei  Besitzentziehungen ¬
  gegeben  werden.  (§  23.  §  69.  IV.  V.)
I.  Interd.  retinendae  poss.  sind:  a.  Das  int.  uti  possidetis ¬
  (ein  duplex  interd.)  zum  Schutze  des  Besitzes  an  unbeweglichen ¬
  Sachen,  bei  welchem  Derjenige  siegt,  dessen  Besitz  zur  Zeit  der
Gewährung  des  Interdiktes  dem  Gegner  gegenüber  fehlerfrei  war.
b.  Das  int.  utrubi  (ebenfalls  duplex)  zum  Schutze  des  Besitzes
an  beweglichen  Sachen;  Sieger  ist  hier,  wer  den  größten  Theil
des  letzten  Jahres  dem  Gegner  gegenüber  sine  vitio  besessen  hat,
und  zwar  mit  Einrechnung  des  Besitzes  des  Auctors.  Im  Just.  R.
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer