Volltext : Marat, Jean-Paul: Entdeckungen über das Licht, durch eine Reihe neuer Versuche bestätigt

über  das  Licht.
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so  wird  man  sie  unmittelbar  von  einem  breiten =
  in  einem  noch  breitern  gelben  eingeschriebenen, =
  rothen  Scheine  umgeben  sehen;  wie  nahe
man  die  Walze  auch  an  das  Auge  und  die
Linse  bringt,  so  wird  man  doch  keine  Spur
von  Blau  am  Rande  des  gelben  Scheins
wahrnehmen,  so  lange  die  Seheachse  (axe
visuel)  der  Achse  des  Glases  entspricht;  nur
dann  erst,  wenn  man  die  Linse  auf  dreyßig
und  das  Auge  auf  acht  Zolle  von  dem  Gegenstande =
  entfernt,  erscheint  solcher  mit  einer  Jndigfarbe =
  bedeckt;  in  diesen  beyden  Fällen
sieht  man  ihn  nicht  umgekehrt,  aber  er  sieht
im  erstern  viel  größer,  als  im  leztern,  aus;
weil  die  scheinbare  Größe  der  Gegenstände  also  allezeit ¬
  mit  der  Größe  des  optischen  Winkels  in  einem
gewissen  Verhältnisse  steht  *),  so  ist  der  Winkel,
welchen  die  gelben  Stralen  machen,  g  ößer,  als
der,  welchen  die  rothen,  und  noch  gröͤßer,  als  der,
welchen  die  blauen  machen.
Da
e)  Jch  sage  hier  nichts  von  dem  Vermögen,  welches
die  Seele  besizt,  zu  unterscheiden,  ob  die  scheinbare =
  Größe  eines  Gegenstandes  von  den  wirklichen =
  Durchmessern,  oder  von  dem  Abstande,  herrühre; =
  ein  Vermögen,  welches  einzig  und  allein
aus  der  Vergleichung  erwächst,  welche  sie  zwischen
den  zufälligen  Empfindungen  und  der  hauptsächlichsten =
  anstellt,  und  welches  an  der  Richtigkeit
dieses  optischen  Gesetzes  nichts  verändert,  weil  die
Seele  die  Größe  eines  Gegenstandes  nicht  mehr
beurtheilen  kann,  wenn  sie  die  Entfernung  desselben =
  nicht  mehr  erfahren  kann.
            
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