Full text : Marat, Jean-Paul: Entdeckungen über das Licht, durch eine Reihe neuer Versuche bestätigt

über  das  Licht.
105
Man  sieht  hieraus,  daß  die  Gesetze  der  Natur
beständig  sind  und  sich  unveränderlich  zeigen,  auf
welche  Weise  man  sie  auch  erforsche.
Nimmt  man,  anstatt  des  versuchten  Körpers
eine  Scheibe,  mit  sechs  Löchern  um  den  Mittelpunkt
herum  2),  so  wird,  wenn  der  Mittelpunkt  der  Achse
des  Kegels  entspricht,  der  Schatten  jedes  Lochs,  an
der  einen  Seite  von  einem  blauen  und  an  der  gegen
über  stehenden  von  einem,  an  einem  gelben  gelehnten, ¬
  rothen  halben  Monde  umschrieben  werden.
Dies  muß  auch  nothwendig  erfolgen,  denn  der  innere =
  Bogen  stellt  die  äußere  Seitenfläche  einer,  zur
Rechten,  oder  zur  Linken,  der  Achse  des  Lichtkegels
gestellten  krummen  Platte  vor,  dahingegen  der  äussere =
  Bogen  die  innere  Seitenfläche  dieser  nemlichen
Platte  vorstellt.  Hat  die  Scheibe  mehrere  147ster  Vers.
Reihen,  so  wird  die  nemliche  Ordnung  unter
den  gefärbten  halben  Monden  am  Schatten
der  Ränder  jedes  Lochs  wahrzunehmen  seyn,
und  wenn  die  Oefnung  nur  irgend  ein  wenig
weit  ist,  so  wird  man  zwischen  den  gegen  einu =
  ander  über  stehenden  halben  Monden  ein  kleines =
  Feld  von  unzerlegtem  Lichte  bemerken.
Was  mit  den  gefärbten  Streifen  vorgeht,  wenn
man  eine  Walze  nach  einer  Seite  der  Achse  hinrückt,
das  erfolgt  auch  bey  den  gefärbten  halben  Monden,
wenn  man  einen  Ring  dahin  schiebt.
Ich  sage  hier
nichts  von  der  Gleichheit  der  Erscheinungen,  wenn
man
2)  Die  Scheibe  muß  einen  Zoll  und  jedes  Loch  zwo
Linien  im  Durchmesser  halten.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer