über das Licht.
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Giebt man endlich auf die Stellung Acht, welche =
man dem Säulenglase gegeben hat, damit das
angebliche Sonnenbild einen festen Standplatz bekomme, =
so wird man sehen, daß die erste brechende Oberfläche ¬
einen Winkel von dreyßig bis fünf und dreyssig =
Graden mit dem Flügel macht, wenn das Säulenglas =
beynahe gleichseitig ist, besonders wenn
das gefärbte Bild sehr hoch hinaufgeworfen wird.
Aus dem vorhergehenden folgt, daß die gleichartigen =
Stralen nicht einerley, sondern einen sehr
verschiedenen Einfallswinkel haben; ihr Brechungswinkel =
kann also auch nicht gleich seyn, und von dieser =
Ungleichheit rührt zum Theil die Verwirrung der
Farben her, welche man am Farbenbilde bemerkt.
Man weiß, wie vielfach die Erscheinungen der
Zerlegung des Lichtes bisher erachtet worden sind;
die Erscheinungen seiner angeblichen Zerstreuungen
(diffraction) sind besonders so verwickelt, daß ihre
bloße Beschreibung allein selbst in Newtons Optik
zween ganze Bücher anfüllt, und dennoch hat er seine =
vorgesetzte Arbeit noch unvollendet gelassen
Wie
S. das Ende des dritten Buchs des vierten Theils
der Optik (15).
15) So verweiset Herr Marat. Jn der französischen
Uebersetzung, welche ich vor mir habe, (Traits
d'Optique — par M. le Cheval. Newton — trad.
par M. Coſte, a Amst. 1720.) ist das Werk in drey
Bücher, und das zweyte in vier Theile getheilt, aber
am Schlusse des dritten Buches sagt Newton selbst,
er habe die Untersuchung dessen, so in Ansehung des
Lichtes