über das Licht.
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„eine Mischung in verschiedenem Maaße brech„barer ¬
Stralen Statt, so daß im Rothen ei„nige =
Stralen befindlich sind, welche eben so brech„bar, ¬
als die Stralen des Blauen sind, und im
„Blauen einige, welche eben so stark, als die Stra„len ¬
des Rothen gebrochen werden. Aber in Ver„gleichung ¬
mit dem ganzen Lichte, betragen diese
„Stralen eine sehr geringe Zahl; zwar tragen sie
„etwas bey, den Versuch unmerklicher zu machen
„aber sie sind nicht im Stande, ihn umzustossen 4).
Diese unregelmäßige Brechung der gleichartigen ¬
Stralen, welche Newton ihrer Beschaffenheit
zuschrieb, rührt bloß von der Weise her, wie er sich
dabey genommen hat, ihre verschiedene Brechbarkeit, =
oder vielmehr Ablenkbarkeit, zu bestimmen.
aufmerksam,
Verfolgt man seine Aeusserungen
so sieht man unstreitig, daß er annimmt, dieser
Stral des Lichts, mit welchem der Versuch angestellt
ward, bestehe aus bloßen aus einander gehenden
Stralen, welche in gleicher Neigung gegen einander
stunden — eine Voraussetzung, welche offenbar
falsch ist, weil ein, vier Linien weites Loch nothwendig ¬
mehr, oder weniger aus einander gehenden,
und mehr, oder weniger zusammengehenden Stralen =
den Durchgang verstatten muß. Die Sonnenstralen, =
welche diesen Bündel ausmachen, haben
also fast alle einen verschiedenen Einfallswinkel.
Wäre
9) Optik, B. I. Th. I. Anm. zum 2ten Vers.
*) S. besonders die Erklärung des 3ten Vers. der
Opt. B. I.