Wenn es gewifs ist, dafs der Mensch, das Oberste
der Thiere, alles in sich vereinigt, was Edles und Geschicktes ¬
in den übrigen lebendigen Wesen vertheilt
sich findet, dass alle Samen und Früchte, alle Stoffe
und Formen der Erde und des Himmels in ihm, der
Aoulsio ätheris, wie in einem Focus zusammenlaufen;
so ist uns schon die Stelle bezeichnet, von der wir
ausgehen mussen, um das Dunkel der Entstehung des
Menschen zu beleuchten.
Jede einzelne Thierklasse besitzt nur einen einzelnen ¬
Theil des Menschen, dieses Alls, dadurch sie
sich von ihm unterscheidet, und zugleich den Abstand ¬
von selbem nebst ihrer Stelle unter den andern
Thieren erhalt. Dieser Theik ist, weil er vorzüglich
allein herrscht, sowohl seinen Organen, als Functionen ¬
nach, besonders deutlich herausgebildet. So wurde ¬
dem Wurme das Gefühl, dem Insecte das Auge,
der Schnecke das Tasten, dem Vogel das Ohr, dem
Fische die Nase, dem Amphibion die Zunge mit Verkleinerung ¬
aller übrigen Organe überfliessend zugetheilt. ¬
Je niedriger das Thier, desto weniger und unverwickelter ¬
sind die Functionen, und daher werden
wir auch die Function, durch welche alle Thière ihr
höheres Leben erlangen, in den einfachsten Organismen ¬
am reinsten erblicken; da mufs der Grund aller ¬
Begattung zu finden seyn, wo gar keine Begattung ¬
ist!
Wir beginnen daher mit dem Entstehen der untersten ¬
Klasse der lebenden Wesen, schreiten zu den