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Wissenschaften, erkennten wir auch nicht durch sie, dass
sie allein den Menschen vollenden, so haben wir die Erfahrung ¬
vor uns, die uns schrecklich aufgeweckt hat. Ein Volk,
das nicht mit der Natur zu bestehen weils, das sie nur anstutzen ¬
oder meistern will, kann auch nicht vor den andern
Völkern bestehen! Wer die Natur nicht kennt, kann sie
nicht besiegen; Er kennt aber auch das Wesen und die
Macht der sich verstehenden Völker nicht.
O möchten doch die Deutschen einmal anfangen, an
der Wurzel zu pflanzen, statt dass sie nur die Aeste eines
krummen Stammes dressiren und beschneiden!, Möchten
sie statt des Wortschwälls Sachen, statt der linkischen Klug
heit Thaten vorzeigen, statt der humanistischen Bildung zuvor ¬
eine Naturbildung einführen! Die Blühte kann ohne
Stengel nicht entstehen!
Ein guter, edler, kräftiger Grund ist dazu gelegt, die
Bildung aus den Alten, in der die Deutschen übertreffen.
Ein Barbar mülste der sein, der diese Methode unterdrücken
wollte; aber wie leicht artet sie in blose Virtuosität in der
Wortmacherei aus, wie gewöhnlich wird das Studium der
Alten, durch das der Sinn für jede reale Bildung empfäng.
lich gemacht wird, zu einem blosen spitzfindigen, sklavischen -
Erlernen der todten Sprachen, an deren Buchstaben
man klebt, ohne zu der tiefen Darstellung zu dringen!
Was man auch dagegen gesagt haben mag, die Sprachen
sind nur Mittel der Bildung, die einzig aus der Realität hervorgeht, -
von der die Sprachen nur Bezeichnungen sind.