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von beiden erfüllt ist. Unsere religiösen, unsere sittlichen,
unsere rechtlichen Verhältnisse sind wie die der Kunst schon
vorgezeichnet in den himmlischen Gesetzen der Natur, sind
nur klar zu entwickeln durch die Philosophie der Natur,
und sind ohne diese ein bloses Hirngespinnst, eine blose
Geisterseherei.
Wer nicht zu einer innigen, tiefen Andacht in der Religion ¬
und Kunst, zu einer hellen Einsicht in der Sittlichkeit,
dem Rechte, dem Heroismus, zu einer göttlichen Beruhigung
über das Problem der Welt gekommen ist, der ist nicht Naturphilosoph. ¬
Dahin strebt aber jeder Gelehrte, ja es ist das
Wesen des Gelehrten, die Welt und den Geist zu durchschauen, ¬
ohne welches alle Bildung vergebens ist. Dahin
kommt man aber nicht durch Handwerkswissenschaften,
nicht durch Brodwissenschaften, sondern nur durch die reine,
volle Wissenschaft, die alles lehrt, was in ihren Umfang
gehört, ohne niedrige Absicht.
Wer aber die ganze Wissenschaft besitzt, der besitzt
auch die einzelnen und auch die Brodwissenschaften, dagegen ¬
weils er diese nicht ohne jene. Wer die Botanik weifs,
weils auch die medicinische Botanik, und die Forstbotanik,
und die ökonomische Botanik; und zwar weiſs sie dieser allein, ¬
weil er sie in sich selbst erzeugt hat, während der andre, ¬
der nur sie weils, sie nur auswendig wie ein Kind gelernt ¬
hat. So ist es mit der Mineralogie, so mit der Zoologie.
Die Bildung des Studierten, der ohne Zweifel mit dem Gelehrten -
identisch ist, ist eine ganze, keine stückweise, sie
ist ein Meisterstück, kein Taglöhnerstück.