Ich überlasse es andern, über den Handwerksnutzen der
Naturgeschichte weitläufig zu reden, und die Thiere und
Pflanzen namentlich aufzuzählen, die uns Geld bringen, und
wende mich zu dem höhern Nutzen.
Die Rückkehr der Philosophie auf den Gegenstand, mit
dem sie sich im grauesten Alterthum beschäftigt hat, nehm
lich auf die Natur, ist eine Eroberung der neuesten Zeit,
welche uns dasselbe glückliche Zeitalter für die Wissenschaf
ten wieder verspricht, das ihnen geblüht hat, ehe kenntnisslose ¬
Sophistik und spitzfindige Scholastik die Naturwissenschaften -
verdrängten. Kaum war aber der Sinn für das
philosophische Naturstudium wieder geweckt, so bemächtigte -
sich, wie bei allen neuen, versprechenden Aussichten,
ein kenntnifsleerer Schwarm des Wortes, sprudelte Formeln
und leere, barocke Einfälle über die Natur her, und wenig
hätte gefehlt, so hätte diese kaum erweckte Wissenschaft
wieder wegen des Unfugs, den ihre unwissenden Anhänger -
mit ihr trieben, in den alten Schlummer zurücksinken ¬
müssen; so abgeschreckt war der kenntnifsreiche Theil
der Gelehrten, und so schlecht haben jene die Sache der
Naturphilosophie dargestellt, dass sie vielmehr gerade das
dargestellt haben, was nicht Naturphilosophie ist:
Diese Zeiten sind vorüber! Mit leeren Formeln, hochtrabenden -
Phrasen, barocken Worten und mangelnden Sachen ¬
macht man sein Glück nicht mehr in Deutschland. In
andern Ländérn mögen sie nun ihr Heil versuchen. Die
Naturphilosophie hat eine Wendung genommen, die durchaus -
real ist, die nur fortgeführt werden kann durch einen
reichen Schatz von umfassenden Naturkenntnissen. Die