der ihnen brauchbare Theil beschränkt, so ist leicht abzusehen, ¬
dass dieses Wucherstudium dahin führen wird, dass
gar niemand mehr die gesammte-Wissenschaft cultivirt.
Durch das Vereinzeln der Naturgeschichte und ihr Anwenden ¬
auf den Wucher wird aber nicht nur der Geist der
Wissenschaft zerstört, sondern auch die einzelnen, abgelösten -
handwerklichen Zweige gehen in sich zu Grunde.
Wie kann in einer medicinischen Botanik das System gelehrt
werden, wenn man nicht unverstanden bleiben will?
Wie
ist eine ökonomische, oder eine Jagdzoologie zu lehren, da
der gröfste Theil der Thiere, die zur Erbauung des Systems
durchaus nöthig sind, weder in der Wirthschaft noch
im Jagdgebiete vorkommen? Diese afterwissenschaftlichen
Zweige zerfallen daher, und lösen sich zuletzt in ein sinnloses ¬
Aufzählen, Beschreiben und Namengeben der Thiere auf.
Ich bin jedoch weit entfernt, diese einzelnen Ausarbeitungen ¬
der Naturgeschichte, und ihre Anwendung auf Handwerke -
und die Landwirthschaft u. s. w. als untauglich oder
gar als schädlich zu verwerfen; ich halte sie vielmehr für
erspriefslich und für nothwendig, aber nicht in der Form,
in der sie jetzt betrieben werden. Sie müssen sich nie zu
selbstständigen Wissenschaften ausbilden wollen, müssen immer ¬
sich auf die allgemeine Wissenschaft beziehen, von der
sie nur Zweige sind, müssen nie gelehrt werden, ohne dass
die allgemeine Wissenschaft vorausgegangen ist, wenn man
nicht das junge Gemüth verkehren, und die wahre Schätzung
der Wissenschaft aus dem ganzen Volke austilgen will.
Aber verderblich halte ich diese vereinzelten Zweige