was aus der Botanik, wenn nichts mehr gelehrt und gehört
wird, als ökonomische, medicinische, Forst- und Rüchenbotanik! -
Die Zoologie hat sich noch am meisten wissenschaftlich ¬
erhalten, aber ohne Zweifel blos darum, weil sie
selbst in sich so wissenschaftlich gebaut ist, dass die herausgerissenen ¬
nützlichen oder schädlichen Individuen nie als
eine ganze Wissenschaft sich behandeln liessen.
Mit diesem Vereinzeln der Naturgeschichte geht aller
wissenschaftliche Zusammenhang und der Sinn dafür verloren, -
und nur Wucher und Habsucht missbraucht die einzelnen, ¬
lockern Kenntnisse; die Liebe zur Wissenschaft ist
dahin, und wer nicht eben ein betreffendes Handwerk lernen
will, weifs nicht besser, als dass er jener Kenntnisse nicht
bedürfe. Diese Verbildung muss endlich allgemein werden
und damit endigen, dass man diese Kenntnisse nicht als allgemeine, ¬
jedem Menschen, heils er wie er wolle, zu seiner
Menschenbildung nothwendige, sondern als besondere, nur
diesem oder jenem Stande vortheilhafte betrachtet; und so
werden sie endlich wie Facultätswissenschaften auf die Seite
gelegt von dem, der sich zu einer andern Facultät rechnet.
Durch diese schiefe Ansicht dieser Wissenschaft muss
es dahin kommen, dals selbst gebildete, gelehrte Männer
wähnen, die Naturgeschichte, besonders die Botanik sei nur
dem künftigen Ärzte nöthig, weil sie nur ihm diene, die
andern aber könnten sie nicht brauchen; es muls dahin kommen, ¬
dass auch selbst der Arztwähnt, es sei für ihn nur die
medicinische Naturgeschichte nöthig, die allgemeine aber
Wenn am Ende diese Wissengehöre -
nur dem Gelehrten an.
schaft sich nur auf die Aerzte, und auf diese sich nur wieder