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Nun besehen wir noch die übrigen Vorgebäude um den Hof / nachdem noch zuvor erinnert =
ist / daß zwey Brunnen gar bequem eben zwischen den Kugel=Pyramiden bey I. liegen können. =
So finden wir nun bey K. drey Plätze / in deren jeglichen 108. solche Reyhen Palisaden
liegen können / als Cœhoorn in seinem neuen Vestungs=Bau Fig. D. n. 3. beschreibet / oder
die welche ich in meiner allerletztens heraus gegebenen neuen Manier vorgeschlagen habe. Jn
dem vierten Platz aber L. der mit diesem in Symmetrie lieget / haben noch 300. ordinare Palisaden =
Creutz=weiß über einander geschlichtet / Raum / daß man um und um dazu kommen kan.
Die Plätze M. können jeglicher acht und zwantzig Munitions=Karrn mit aufgeschlagenen
Deichseln beherbergen. Die zwey Plätze N. haben ein jeder das Holtzwerck so zu einer 8. Fuß
breiten und 150. Fuß langen Brucke erfordert werden. Oben auf den Balcken aller dieser
Schopffen kan noch eine grosse Quantität Höltzer zu Palisaden liegen / welche so weit fertig
sind / daß wenig Zimmerleute sie gar ausmachen können / in der Zeit da man die Löcher dazu
gräbet. Ferner gelangen wir zu O. allwo der Artollerie-Commissarius mit seinem Secretario, -
Schreiber und Archiv logiret. Hernach finden wir noch 438 schuhige Bomben / (deren
wir in voriger Specification nur wenige gezehlet) in zehen Pyramiden / und also haben wir
alle Grenaden und Kugeln in solcher Proportion der Zahl gegen die Nothwendigkeit / in solcher =
Ordnung und symmetrischen Disposition, daß daran hoffentlich mit Recht nichts wird
können desideriret werden. Hernach finden wir in dem Schopffen Q. sechs Wagen auf deren =
jeden zwey Feuer=Mörser mit aller Zugehör können geführet werden. Bey S. logiret ein
Lischer / bey R. wohnen zwey Bombardirer / welche eine Woche um die andere der Pforte AA.
warten / bey St. ein Schmidt. Bey Tq. solten drey Wagen / jeder mit zwey Noth=Mühlen /
und einer mit der Feld=Schmiede stehen / den übrigen Raum solte das grosse Hebezeug einnehmen. =
Endlich beschliesset diesen Ring der Vorgebäude des Zeug=Lieutenants Wohnung /
welcher noch einen Büchsenschäffter / und eine Schleiff= und Polier=Mühle samt dem dazugehoͤrigen =
Meister muͤste bey sich in dem Hause haben.
Nunmehr begeben wir uns / das Haupt=Gebäude selbst zu besehen / und gehen durch
die Haupt=Pforte T. in einen langen Hof V. der an beyden Seiten Säulen=Lauben hat /
von Dorischen Säulen / deren Modul halb so groß ist als der grosse / nemlich 112. Zoll / daß
also die Säulen Wechsel=weiß 5½/. und 16. Modul von einander stehen. Zwischen jedem
Paar engen Säulen lieget oder stehet ein Mörser / zwischen den weiten Säulen bey V1. liegen
die 50. grosse Canons und das übrige kleinere Geschütz gegen über bey V. 2. also daß man
eben noch frey dahinter hergehen / und sie also an allen Seiten wohl betrachten kan. Jch
wolte sie aber auf sauber angestrichene Lager=Höltzer legen / so hoch / daß man sich nicht sehr bücken =
müsse / die Arbeit an den Canonen zu betrachten / und daß man desto weniger Arbeit habe =
/ wenn man sie auf die Lavetten aufprotzen oder davon abbringen will. Hinter diesen Canonen =
wird die Wand zwischen den Säulen und Fenstern / ja auch wohl an den Stämmen
der Wand=Pfeiler selbst in einen Hauffen kleine Blindten über und neben einander formiret /
welche acht Zoll weit und 20. hoch werden. Es können derselben in beyden Säulen=Lauben /
in schöner Ordnung / der Wand zur Zierde / nicht zur Verstellung 2500. solche kleine Blindten =
gemachet werden. In eine jede wolte ich hernach eine Cartätsche oder einen FraubenHagel =
setzen. Wenn wir in diesen Säulen=Lauben umher gegangen sind / welches alles verdeckt =
geschehen kan / so gehen wir unter der Treppe t. über die Durchfahrt T. nach rt. und nach
dem einen Hauß / bey tt. sind in den Decken aller Geschosse runde mit Geländern oben umgebene =
Löcher / 8. Fuß weit in Lichten / und darüber bequeme Winden / daß man allerhand in die
Höhe winden / und in die Geschosse umher vertheilen kan.
Wenn wir hinein kommen / finden wir in dem mittlern Gang an jeden Pfeiler eine
Mörser=Lavette stehen / daß also nur zweyen noch die Stelle mangelt / welche sie leicht an den
Durchgäͤngen u. in den Außschnitten der Thüren Z. finden. Doch werde ich ohne dem bekennen =
müͤssen / daß mir der Platz in diesen Gebäͤuden etwas zu klein gerathen / und ihre Länge
billich hätte um zwey Weiten / oder um 21,. Modul grösser werden sollen / denn in den Gang
X. kan ich wohl die Lavetten von der Helffte grosser Stücke nemlich 25. grosse Feld=Lavetten /
25. Wall= und eben so viel Schiff= oder besser Casematte=Lavetten in guter Ordnung und in
genugsamen Raum stellen / doch bleibet nicht das geringste Raum überig / und wären die Thüren =
y. nicht / so koͤnte man sie nicht bequem aus oder in einander führen. Aber an der andern
Seite u. können mehr nicht als zu 22. Canonen Raum finden. Ja wenn man bedencket / daß
noch von jebem Caliber eine Retour-Lavette vor Stücke so wohl / als vor Mörser vorhanden
seyn soll / so ist die Verlängerung um zwey Weiten nicht einmahl genug / sondern sie muß um
vier Weiten geschehen. Die Warheit zu bekennen / habe ich dieses gleich bey der ersten Außrechnung =
des Desseins gefunden / aber doch lieber diesen Fehler in dem Riß gemachet / damit
der Modul grösser / und an ihm der rechtmäßige Format geblieben ist. Das Gebäude auf
der andern Seite ist nun von gleicher Austheilung / und kein Zweiffel / wenn diese Seite ihren
Raum völlig hat / daß es an jener nicht fehlen könne / weil augenscheinlich ist / daß die übrige
specificirte Geschütze bey weiten so viel Raum nicht erfordern. So viel mag genug sehn / den
Grund=Riß zu erklähren.
Aus