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man hernach üͤber wenig Stuffen in die daran liegende Magazynen (8.) kommen könte. Auf
der anderen Seite bey (7) liegen neben dem beschriebenen Gang verschlossene Secrete / welche
nur vor die / welche die Stüͤcke in den Casematten bedienen / alsdenn geoffnet werden. Die
Magazyn (8.) sind alle biß auf die beyden äussersten 18. Fuß ins gevierte in Lichten / und liegen =
ihre Tonnen=Gewölber drey Fuß dick gantz auf der Erde auf den Gründen / welche fünffte
halb Fuß dick nach der Queer angeleget sind als Scheide=Wände. Sie haben gegen die
Stadt heraus sowohl unten neben ihren Thüren enge Lufft=Löcher / und noch eines mitten über
der Thüre / welche alle mit starcken kupffernen Drat=Netzen / und davor mit starcken eisernen
Gittern verwahret werden. Man könte auch die Thüren just in die Mitte jedes Magazyns
legen / und mit dem einigen Lufft=Loch darüber sich vergnüͤgen. Weil die hintere Mauren nur
4. Rheinländische Fuß dick angeleget sind / sind gegen die Mitten der Gewölber vier Fuß lange /
drey Fuß dicke Speronen daran geleget / welche genugsam hindern / daß die Erde durch ihr
Drucken ihnen keinen Schaden thun kan.
An der Flanc liegen fünff / (9.) und an der Face gegen dem Ravelin=Graben / (welcher
vier Ruthen breit beyderseits mit Stein revetiret / und mit dem Haupt=Graben gleicher Tieffe
supponiret worden) noch 4. Casematten. (11.) Sie sind allezumahl gegen das Bollwerck
hinein 18. Fuß lang / daß man also die grösten Stücke auf Schiff=Laveten bequem darinnen
hanciren kan. Aber an den Flanquen stehen die Stücke 18. an den Facen hingegen nur 16.
Fuß von ein ander / daß also dort 13. hier 11. Fuß Raum in der Breite / und dazwischen 5
Fuß dicke Schied=Mauren bleiben / worauf drey Fuß dicke Gewölber liegen / deren Rinnen zwischen =
ihrer Dachung sich hinauswarts gegen den Graben neigen / und ihr Wasser dahinaus
giessen. An den Winckeln der Flanc mit der Face sind in der dicken Mauer Schöpff=Bronnen =
(10.) aufs sicherste / und bequem in der Mitte zwischen den Casematten.
Von den Casematten der Face an biß hinauß an die Spitze der Vollwercke sind Contreminen=Gänge -
/ (12.) dem Boden des Grabens gleich und also unter dem Wasser / damit
sie von den feindlichen Minirern nicht gefunden werden / welche doch so nahe darüber hin arbeiten =
müssen / daß man ihre Arbeit deutlich hören / darnach leicht finden und vernichten kan.
Wenn man wegen der innern Mauer dieser Gallerien / welche nur 1½. Fuß dick werden kan /
besorget wäre / daß sie möchte eingedrucket werden / kan man zwischen den grossen Contreforts
noch kleine daran legen; wiewohl es nicht so leicht Noth damit hat / weil sie nicht in der angeschütteten =
Erde / sondern in dem ordinaren Boden liegen / welcher sich von langer Zeit fest gesetzet =
hat / und nicht mehr so ausdrucket / wie die angeschüttete Erde.
Noch ein Souterrain muß ich hier beschreiben / welches meines Wissens noch nirgend gemachet =
worden / doch mit Conservation der Guarnison seine Kosten wohl bezahlen könte. Es
gibt oben auf der Face ein Corps de Gardes ab / so eine gantze Compagnie / so wider den Feind
auf einer Bastion stehet wider die feindlichen Feuerwercker wohl beschützen kan / und in Fig. 1.
bey num. 13. wie auch Fig. 4. im Profil vorgestellet ist. Es ist ein gewölbter Gang 8. biß 9.
Fuß hoch und weit zwischen drittehalb schuhigen Maueren und einem zwey Schuh dicken Gewölbe =
also beschlossen / daß das oberste des Gewölbes just dem Wall=Gang gleich ist. Die
fünfftehalb Fuß Erde so oben darauf geworffen ist / dienet nicht nur zu Versicherung des Gewölbes =
/ sondern auch zu einer Traverse, dahinter sich diese so unter freyen Himmel Posto halten =
müssen / vor den feindlichen Bomben bergen köͤnnen. Und damit beschliesse ich nun auch
diese Abhandlung von Souterrains.
Das II. Hauptstück.
Von Brücken.
Goldmanns Text mit dazwischen gesetzten kurtzen Erklährungen =
und Anmerckungen.
e Bruͤcken seyn gleichsam Strassen/ dardurch man uͤber die Fluͤsse und
andere Wasser gelanget: dergleichen werden gantz auß Holtz / und gantz
auß Mauerwerck / endlich auch theils aus Mauerwerck / und theils aus Holtz aufgebauet =
/ wo nemlich die Joche oder Pfeiler von Steinen aufgeführet / aber im übrigen =
nur mit einer höltzernen Brücke beleget werden / wie die berühmte Brucke zu Meissen.
Höltzerne Brüͤcken.
Die Hölzerne Brüͤcken werden auf grosse Brüͤcken=Pfähle / welche Vitruvius -
Sublicas nennet / gegrundet: so muß man denn zuvorderst Auffsicht hahen
auf einen guten Grund / nicht so sehr / daß derselbige grosse Last=Gebäude tragen könne,
dahin man ja höltzerne Brücken keineswegs rechnen mag / sondern / daß darein sich die Pfähle
wohl