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ten lieber nicht, (wie z. B. die von Marpurg hinlänglich widerlegten Schriften
des Baron W. über die Verhältnisse der Töne, und noch so manche von ähnlichem ¬
Gehalte), weil es vortheilhafter für die Wissenschaft ist, wenn sie in
Vergessenheit übergehn.
Unter denen, welche zu der Kenntniß schwingender Bewegungen Beyträge ¬
geliefert haben, verdienen vorzüglich mit Achtung genennt zu werden:
Daniel Bernoulli, wegen seiner Untersuchungen der Luftschwingungen
in Orgelpfeifen und Blasinstrumenten, der Schwingungen eines Stabes,
welche er zuerst entdeckte, der Schwingungen einer Saite, und des Beysammenseyns ¬
mehrerer Schwingungsarten, in den Schriften der Pariser,
Petersburger und Berliner Akademien der Wissenschaften.
Leonhard Euler. Einige Schriften, durch welche er der Akustik weniger
genützt hat, sind weit mehr bekannt und überall erwähnt worden, als andere =
weit lehrreichere Abhandlungen von ihm. In seinem tentamen
novae theoriae musicae, (Petrop. 1739), als einer von seinen frühesten ¬
Schriften, wie auch in seinen Briefen an eine deutsche Prinzessin,
findet sich verschiedenes, was der Natur nicht gemäß ist; so ist z. B. die
von ihm angegebene Reihe von 12 Tönen aus den in der Anmerkung zu
§. 41. vorgetragenen Gründen für die Ausübung nicht brauchbar, und
die Art, wie er die mehrere oder mindere Annehmlichkeit der Tonverhältnisse ¬
nach Graden bestimmt, wird größtentheils nicht durch die Erfahrung
bestätigt. Dahingegen hat er in mehreren weniger bekannten Abhandlungen, =
die sich in den Schriften der Akademien der Wissenschaften zu Petersburg, =
Berlin und Turin befinden, und in diesem Buche bey verschiedenen =
Gelegenheiten angeführt werden, sehr viele mit der Erfahrung
völlig übereinstimmende theoretische Entdeckungen über die Schwingungen
der Saiten, der Stäbe, der Luft u. s. w. bekannt gemacht, so daß es
äußerst unbillig seyn würde, wenn man einem Manne, der so viel geleistet