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erheben und angreifen zu lassen. Chalid selbst nahm von seinen Tausend ¬
nur fünfhundert auserlesene Streiter zum Angriff; die übrigen liess
er unter Addi ben Salem dem Helaliten im Hinterhalt bleiben, mit dem
Befehle hervorzubrechen, wenn das Gefecht heftig geworden sei.
Chalid überfiel das Heer der Feinde unvermuthet, als sie sorglos
wegen ihrer Sicherheit waren; sie geriethen in grosse Bestürzung, denn
nur Rudes hatte seine Truppen, fünftausend Mann, wachsam erhalten;
die warfen sich schnell auf ihre Pferde, und begegneten Chalid. Sein
kleiner Haufen schien ihnen schwach, und während sie sich in's Gefecht
einliessen, blieben Amuda und Tutha, überzeugt, dass Rudes hinreichend
stark sei, müssige Zuschauer. Rudes und seine Truppen griffen um so
heftiger an, je gewisser sie des Siegs zu sein glaubten. Chalid dagegen
rief seinen Truppen zu, und führte sie zum Angriff; er selbst suchte
Rudes, den Feind Gottes, und stürzte auf ihn wie eine Wolke. Er rief:
Wir sind das Volk, dessen Schwerter nicht stumpf werden
Von den Hieben in den Nacken der Heerführer;
Wir bewahren unsere Schwerter, um die Feinde zu tödten,
Und um die Religion Gottes allenthalben zu verherrlichen.
Wir tödteten mit ihnen jeden Feldherrn im Kampfe,
Den Fürsten fehlt es schon an Helden.
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Wir gewannen Syrien, siegend mit Gewalt,
Stürzend auf den Feind mit unsern Säbeln.
Ich bin Chalid, der Tapferste, der Löwe meines Geschlechts,
Siehe, der Löwe erhebt seine Stimme im Getümmel 67).
Als er Rudes begegnete, warf er ihn mit dem Stoss seiner Lanze
zu Boden; die Araber ergriffen und banden ihn, und übergaben ihn
Chalid’s Diener Hamam zur Bewachung. Chalid erhob mit seiner
Schaar das Tekbir; die Truppen des Rudes fochten, als sie ihren Herrn
gefangen sahen, mit Verzweillung, um ihn zu befreien. Wie nun das
Gefecht so heftig geworden war, siehe, da zeigte sich Addi ben Salem
mit seinen fünfhundert, welche das Tekbir erhoben, und wie wüthende
Löwen sie angriffen. Nun begannen Amuda und Tutha Gefahr zu ahnden. -
Sie ritten umher, und riefen ihren Truppen zu: „Seht die Leute,
die euch der Messias herbeitrieb: sie sind in euren Händen.“ Und ihre
Soldaten eilten in's Gefecht, in der Meinung, sie hätten jetzt alle Feinde
vor sich: siehe, da erschien Nedschebe ben Medschid mit den andern
Tausend, und sie erhoben ihre Stimme zum Preis des Herrn und zum
Gebet über seinen Propheten. Nun kamen Amuda und Tutha mit den
Ihrigen heran, und das Gefecht ward hartnäckig: doch glaubten sie,
dass die Moslemin in ihrer Gewalt wären, weil sie zwanzigtausend und