Object : Wāqidī, Muḥammad Ibn-ʿUmar: Geschichte der Eroberung von Mesopotamien und Armenien

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erheben  und  angreifen  zu  lassen.  Chalid  selbst  nahm  von  seinen  Tausend ¬
  nur  fünfhundert  auserlesene  Streiter  zum  Angriff;  die  übrigen  liess
er  unter  Addi  ben  Salem  dem  Helaliten  im  Hinterhalt  bleiben,  mit  dem
Befehle  hervorzubrechen,  wenn  das  Gefecht  heftig  geworden  sei.
Chalid  überfiel  das  Heer  der  Feinde  unvermuthet,  als  sie  sorglos
wegen  ihrer  Sicherheit  waren;  sie  geriethen  in  grosse  Bestürzung,  denn
nur  Rudes  hatte  seine  Truppen,  fünftausend  Mann,  wachsam  erhalten;
die  warfen  sich  schnell  auf  ihre  Pferde,  und  begegneten  Chalid.  Sein
kleiner  Haufen  schien  ihnen  schwach,  und  während  sie  sich  in's  Gefecht
einliessen,  blieben  Amuda  und  Tutha,  überzeugt,  dass  Rudes  hinreichend
stark  sei,  müssige  Zuschauer.  Rudes  und  seine  Truppen  griffen  um  so
heftiger  an,  je  gewisser  sie  des  Siegs  zu  sein  glaubten.  Chalid  dagegen
rief  seinen  Truppen  zu,  und  führte  sie  zum  Angriff;  er  selbst  suchte
Rudes,  den  Feind  Gottes,  und  stürzte  auf  ihn  wie  eine  Wolke.  Er  rief:
Wir  sind  das  Volk,  dessen  Schwerter  nicht  stumpf  werden
Von  den  Hieben  in  den  Nacken  der  Heerführer;
Wir  bewahren  unsere  Schwerter,  um  die  Feinde  zu  tödten,
Und  um  die  Religion  Gottes  allenthalben  zu  verherrlichen.
Wir  tödteten  mit  ihnen  jeden  Feldherrn  im  Kampfe,
Den  Fürsten  fehlt  es  schon  an  Helden.
e
Wir  gewannen  Syrien,  siegend  mit  Gewalt,
Stürzend  auf  den  Feind  mit  unsern  Säbeln.
Ich  bin  Chalid,  der  Tapferste,  der  Löwe  meines  Geschlechts,
Siehe,  der  Löwe  erhebt  seine  Stimme  im  Getümmel  67).
Als  er  Rudes  begegnete,  warf  er  ihn  mit  dem  Stoss  seiner  Lanze
zu  Boden;  die  Araber  ergriffen  und  banden  ihn,  und  übergaben  ihn
Chalid’s  Diener  Hamam  zur  Bewachung.  Chalid  erhob  mit  seiner
Schaar  das  Tekbir;  die  Truppen  des  Rudes  fochten,  als  sie  ihren  Herrn
gefangen  sahen,  mit  Verzweillung,  um  ihn  zu  befreien.  Wie  nun  das
Gefecht  so  heftig  geworden  war,  siehe,  da  zeigte  sich  Addi  ben  Salem
mit  seinen  fünfhundert,  welche  das  Tekbir  erhoben,  und  wie  wüthende
Löwen  sie  angriffen.  Nun  begannen  Amuda  und  Tutha  Gefahr  zu  ahnden. -
  Sie  ritten  umher,  und  riefen  ihren  Truppen  zu:  „Seht  die  Leute,
die  euch  der  Messias  herbeitrieb:  sie  sind  in  euren  Händen.“  Und  ihre
Soldaten  eilten  in's  Gefecht,  in  der  Meinung,  sie  hätten  jetzt  alle  Feinde
vor  sich:  siehe,  da  erschien  Nedschebe  ben  Medschid  mit  den  andern
Tausend,  und  sie  erhoben  ihre  Stimme  zum  Preis  des  Herrn  und  zum
Gebet  über  seinen  Propheten.  Nun  kamen  Amuda  und  Tutha  mit  den
Ihrigen  heran,  und  das  Gefecht  ward  hartnäckig:  doch  glaubten  sie,
dass  die  Moslemin  in  ihrer  Gewalt  wären,  weil  sie  zwanzigtausend  und
            
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