sein, vorzüglich jetzt, da die Araber kommen, um cuer Land zu erobern
und euch die Herrschaft zu entreissen; sie haben die Könige aus ihren
Sitzen vertrieben, ihre Heere und ihre Patricier besiegt, Syrien und
seine Vesten erobert, und nun kommen sie zu euch, um euch euer Land
zu nehmen. Wenn ihr aber eure Kinder mit einander vermählt, so
werdet ihre Eine Hand sein gegen jeden eurer Feinde.“ Arsius willigte
ein, und verlangte hunderttausend Dinaren, die Orte Baraia und Dschemlein, ¬
und zwanzig gefangene Araber, nm sie zu tödten, und am Hochzeitsabend -
dem Messias als Opfer zu bringen. Als Tutha zurückgekehrt
war, freute sich Schahriam, und schickte das Geld sogleich; die Festungen -
sollten übergeben werden, wenn die Braut zugeführt würde, und
um zwanzig Araber gefangen zu bekommen, sandte er Amuda selbst mit
Tutha und Rudes, dem Sohn des Kiluk, Herrn von Harran, mit zwanzigtausend -
Mann: sie sollten die Araber unvermuthet bei Nacht zu überfallen ¬
suchen.
Ijadh aber erfuhr ihre Ankunft und ihren Plan durch seine Rundschafter. ¬
Im Kriegsrath rieth Chalid, Abdalla und Soheil mit ihren
Truppen herbeizurufen: durch sie Rundschaft vom Feinde zu erhalten
zu suchen: diese sollten sich in einen Hinterhalt legen; er selbst wollte
mit zweitausend Reutern dasselbe thun, und so den Feinden in den
Rücken fallen: wenn Gott will, sagte er, soll nicht einer von ihnen
entkommen. Ijadh befolgte diesen Rath, und fertigte sogleich die
desfallsigen Befehle an Abdalla und Soheil aus. Serake ben Darem
eilte mit dem Briefe so sehr, dass er noch an demselben Abend Abdalla
und Soheil erreichte, welche beim Empfang des Befehls sich sogleich
in Bewegung setzten, ihre Kundschafter ausschickten und nach dem
Heere des Ijadh zogen. Chalid führte seine zweitausend (sie waren
von den Stämmen Bedscheil, Sckasek und Himjar) nicht auf der Landstrasse: -
er sandte die Hälfte unter Nedschebe ben Medschid auf der
rechten, und führte die übrigen selbst auf der linken Seite des Weges.
Auch schickte er Kundschafter aus.
Amuda und die Seinigen hatten sich dem Heere der Moslemin bis
auf zehn Parasangen genähert, und machten zu Muthkeb Halt, um die
Pferde zu füttern, und sich zu rüsten. Nun fügte es Gott, dass Abdalla
ben Otban mit seinen Truppen auf seinem Wege zum Heere in ihrem
Rücken eintraf, als Chalid und Nedschebe auf ihren Seiten angekommen
waren, und zu beiden Seiten sich in Hinterhalte legten, und dass die
Feinde gar nicht wussten, dass die Araber gegen sie zögen; Chalid
aber durch Rundschafter die Ankunft Abdalla’s erfuhr, und ihm anzeigen ¬
konnte, sich bereit zu halten, wenn er das Feldgeschrei hörte, es