Metadaten : Wāqidī, Muḥammad Ibn-ʿUmar: Geschichte der Eroberung von Mesopotamien und Armenien

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haltung  der  Seinigen  gegen  diese  Araber.  Was  aber  die  Besorgniss
betrifft,  dass  sie  uns  nur  ihre  Sklaven  senden  werden,  so  kenne  ich  ihre
Vornehmsten,  ihre  Anführer,  ihre  Helden  und  die  Gefährten  ihres  Propheten. ¬
  (Wenn  wir  also  zu  ihnen  einen  Boten  senden,  so  schreiben
wir  in  einem  Briefe  die  Namen  derjenigen  zehn  auf,  die  ich  kenne  und
die  wir  verlangen;  ihre  Namen  sind  aber:  Mokdad  ben  Amr,  Nooman
ben  Mundhir,  Scherdschil  ben,  Raab,  Naufel  ben  Rethir,  Abderrahman ¬
  ben  Malek  el  Äschter  el  Nachai,  Asud  ben  Rais  el  Helali,  Chalid
ben  Dschaafer,  Ruahe  ben  Rais,  Haschem  ben  Harith  und  Selaman  ben
Aamer.“  Vartabek  der  Armenier  fragte  lachend:  „Bei  der  Wahrheit
meines  Glaubens,  meinst  du,  dass  die  Araber  diese  Leute  wirklich  weggeben, ¬
  ohne  dafür  Geissel  von  uns  zu  fordern?“  „Nichts  ist  kleingläubiger, ¬
  sagte  Jukinna,  als  dein  Rath,  nichts  enger  als  dein  Herz,  und
nichts  schwächer,  als  deine  Standhaftigkeit  im  Glauben.  Wenn  sie
Geissel  von  uns  verlangen,  so  nehmen  wir  zehn  Kinder  von  den  Armen
dieser  Stadt,  die  wir  in  prächtigen  Rleidern  von  Goldstoff  und  köstlichem ¬
  Schmucke  als  Kinder  unserer  Fürsten  senden.“  Schahriam  endigte
diesen  Streit,  indem  er  sagte:  „Bei  der  Wahrheit  meines  Glaubens  und
des  heiligen  Abendmahls,  deine  Rede  ist  vernünftig,  wir  wollen  thun,
was  du  sagst,  und  in  keiner  Sache  von  deiner  Ansicht  abweichen.“
Darauf  befahl  er  den  Patriciern  und  Kämmerern,  ihre  Leute  kampffertig
zu  halten.
Am  andern  Morgen  ward  der  Ausfall  wirklich  unternommen.  Abdalla ¬
  ben  Otban  liess  seine  Gefährten  schnell  ihre  Rüstungen  anlegen,
und  führte  sie  aus  dem  Thor  des  Grabens,  der  um  das  Lager  gezogen
war;  und  sie  gingen  gegen  den  Feind  wie  grimmige  Löwen,  mit  erhabenen ¬
  Vorsätzen,  fern  von  aller  Lässigkeit,  und  sie  riefen  Gott  an:
Stehe  uns  bei,  wie  du  deinem  Propheten  am  Tage  el  Ahfab  56)  beistandest. ¬
  Abdalla  selbst  ordnete  sie  zur  Schlacht,  und  ermahnte  sie,
ihre  Reihen  durchgehend.  „Ihr  Männer,  sagte  er,  Gott  sei  barmherzig
gegen  euch,  denn  er  hat  euch  den  Streit  für  den  Glauben  geboten,  und
Beistand  gegen  eure  Feinde  verheissen.  Erfüllet  dies  Gebot,  damit ¬
  ihr  in  das  Paradies  gelangt,  welches  Himmel  und  Erde  deckt.
Wisset,  dass  der  Höchste  die  Geduld  zum  Haupt  der  Religion  machte,
und  dass  der  Gläubigen  für  ihre  Geduld  eine  herrliche  Belohnung  von
zweien  wartet:  entweder  schnelle  Freude  ohne  Zögern,  oder  dauernde
ewige  Seligkeit.  Geduld  ruft  euch  zum  Gehorsam;  so  streitet  ohne  Ungeduld; -
  zichet  gegen  den  Feind  und  eilet;  folget  nicht  euren  Begierden, ¬
  rufet  Gott  um  Hülfe  an,  und  wisset,  dass  ich  den  Herrn  dieses
Volkes  und  sein  Kreuz  angreifen  will;  folget  mir:  und  wenn  Gott  mir
            
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