Volltext : Wāqidī, Muḥammad Ibn-ʿUmar: Geschichte der Eroberung von Mesopotamien und Armenien

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Da  lag  ich  im  Strombett  des  tiefen-Schlummers,
Und  der  Schlaf  verweilte  in  seiner  Wohnung.
An  meiner  Seite  der  trefflichste  der  Gesandten  Gottes,
Der  edelste,  der  innig  betete,  und  um  Gottes  Gnade  rang.
Siehe,  da  erweckte  er  mich,
Und  ermalnte  mich  mit  seiner  erhabenen  Rede:
du,  deren  Augen  mit  dem  Röhel  des  Schlafes  überstrichen  sind,
Die  du  die  Nähe  des  Erwachens  vergissest.
Erwache  von  deinem  Schlafe,
Mache  dich  bereit  zum  Tage  des  Todes.
Schon  sind  die  Verständigen  aufgestanden,
Und  wälzen  ihre  Wangen  in  der  Erde  vor  dem  Thore  43).
So  sprach  er,  und  ich  weckte  das  Hausgesinde,
Wir  standen  auf,  er  und  ich,  und  beteten  für  das  Volk,
Bis  der  Blitz  der  Morgenröthe  entflammte,
Und  der  Glanz  des  Morgens  hervorbrach.
Er  sprach:  Herbei  zum  Gebet,  zum  Flehen  um  Vergebung,
Suche  das  Wohlgefallen  des  Allerhöchsten,  des  Allverzeihenden.
Und  ich  gehorchte  seinem  Verlangen,
Und  wir  vollbrachten  unsern  Vorsatz.
Und  als  er  schwieg  von  seinem  Lobpreisen,
Und  sein  Wohlgeruch  duftend  sich  verbreitete,
Sah  ich,  dass  er  athmete  in  seiner  Traurigkeit,
Und  mit  dem  Zeigefinger  die  Juwelen  seiner  Zähne  schlug.
Da  sprach  ich  zu  ihm:  O  Herr  der  geschaffenen  Wesen,
du  bester  der  Väter  und  Grossväter,
So  schlagen  sich  die  Araber  nicht  an  den  Mund,
Äusser  in  Sorge  und  Trübsal.
Und  er  erwiderte  mir:  O  Hemjarin  **),  ich  gedachte  des  Schicksals ¬
  der  Abtrünnigen  meines  Volkes,
Die  mich  dennoch  aufrichtig  lieben.
Und  ich  gedachte  des  Wortes  des  Allerhöchsten  in  seiner  deutlichen ¬
  Schrift:
Alle  Geister  und  Menschen  würden  die  Hölle  nicht  anfüllen.
Dann  weinte  er.  Und  seine  Tochter,  die  leuchtende  Fatime,  die  prophetische, ¬
  sprach  zu  ihm:  O  Gesandter  Gottes,  hat  nicht  Gott  dir  sein  Wort
herabgesandt
Damit  er  dir  vergebe  deine  vergangene  Schuld
Und  was  dir  von  der  Sünde  blieb?
Und  wahrlich,  Gott  wird  dein  Auge  auf  dein  Volk  heften,
            
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