Volltext : Wāqidī, Muḥammad Ibn-ʿUmar: Geschichte der Eroberung von Mesopotamien und Armenien

zu  seinem  Oberbefehl  und  zu  seinem  Zuge  in  den  Glaubenskampf.  Er
gab  ihm  achttausend  Reiter  von  den  Gläubigen,  unter  ihnen  waren  zweitausend ¬
  Gefährten  Mohammed’s,  und  in  dieser  Zahl  Chalid  ben  Welid,
Dherar  ben  Afur,  Hamfa  ben  Okail  der  Nemirite,  Omar  ben  Rebia,
Dhu’l  Edhaar  ben  Rais,  Hakem  ben  Hescham,  Jesaa  ben  Chalef,  Toleiha
ben  Eschdschaa,  Aamer  ben  Fehrukan,  Ammar  ben  Jaser,  Scherdschil
ben  Hosne*),  Malek  el  Äschter  der  Nachaite  5);  diese  kehrten  mit
Chalid  aus  Aegypten  zurück.  Auch  begleiteten  ihn  Jukinna  6)  und  seine
Vettern  und  Gefährten.  Alle  diese  zogen  unter  der  Fahne  Ijadh’s  ben
Ganem  von  Tabaria  nach  Dschefira;  an  der  Spitze  der  Reiterei  war
Soheil  ben  Addi;  sie  beschleunigten  ihren  Marsch  bis  sie  nach  Balis
kamen,  welches  Chalid  ben  Welid  durch  Vertrag  eingenommen  hatte;
von  hier  wurde  Soheil  ben  Addi  mit  einer  Reiterschaar  nach  Rakka
gesandt,  welches  er  einschloss7).  Der  Statthalter  unter  dem  Fürsten
von  Rasain  war  der  Patricius  Johannes,  der  sich  zum  Kriege  wohl  gerüstet ¬
  hatte.  Als  nun  die  Bürger  der  Stadt  sahen,  dass  der  Statthalter
der  Festigkeit  des  Ortes  vertraute,  versammelten  sie  sich,  und  sagten
zu  einander:  „Ihr  seid  zwischen  dem  Volk  von  Syrien  und  dem  von
Irak;  was  habt  ihr  mit  diesem  Kriege  zu  schaffen?“  Also  sandten  sie
an  Soheil  ben  Addi,  und  baten  Frieden.  Soheil  sandte  hierüber  an  den
Feldherrn,  der  sich  darüber  freute.  Ijadh  ben  Ganem  brach  mit  dem
Heere  von  Balis  auf,  und  kam  vor  Rakka  el  Beidha  (Rakka  das  weisse).
Und  hiervon  sagt  Soheil  ben  Addi:
Wir  betraten  den  Euphrat  in  der  Frühe;  wir  zogen
Mit  den  Schaaren  der  Reiter  und  den  langen  Spiessen;
Wir  nahmen  das  weisse  Rakka  ein,  als
Wir  die  funkelnden  Sterne  über  den  Hügeln  aufgehen  sahen.
Mesopotamien  erbebte  nach  seiner  Erhaltung
Es  fürchtete  seinen  Untergang.
Dann  zogen  wir  gegen  Ras  Ain;  dann  gegen  Dara,
Gleich  wie  Dschemlein  mit  dem  Heere  des  Irrthums.
Und  wir  ziehen  mit  dem  Heere  der  Wahrheit  gegen  Schahriadh;
Wir  bekämpfen  die  Gewaltigen,  und  sind  unbekümmert,
Denn  wir  sind  die  Frommen,  die  Erhabenen,
Wir  sind  die  Ausharrenden  in  jedem  Geschick,
Die  Gefährten  Ahmed’s,  des  Edelsten  der  Geschaffenen,
Des  Erhabenen,  des  Hervorragenden  über  Alle  8).
Als  nun  Ijadh  ben  Ganem  vor  Rakka  stand,  kamen  die  Grossen  der
Stadt  zu  ihm  heraus,  und  unterhandelten  mit  ihm  wegen  des  Friedens,
den  er  ihnen  gewährte.  Dieser  Vortheil  gab  dem  Feldherrn  grosse
            
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