Full text : Wāqidī, Muḥammad Ibn-ʿUmar: Geschichte der Eroberung von Mesopotamien und Armenien

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Istambul,,  der  türkische  Name  von  Konstantinopel.  Offenbar ¬
  ist  das  ganze  Einschiebsel,  in  welchem  dieser  Name  vorkommt,  höchstens ¬
  aus  dem  funfzehnten  Jahrhundert.
Kaf,  Ste,  ein  Ort  zwischen  Bidlis  und  Achlat,  dessen  Lage  von
Wakedi  genau  angegeben  wird  (s.  oben  Anther),  jedoch  jetzt  nicht
mehr  vorhanden  zu  sein  scheint.
Kafr  Tutha,  ,  ein  jetzt  ganz  unbedeutender  Ort,  5  Stunden
von  Mardin,  5  Parasangen  von  Dara.
Kal,  Ot,  ein  Schloss  im  Gebiet  des  Fürsten  von  Ninive.
Kalb,  ,  ein  Ort  in  einem  unabhängigen  Gebiete,  vielleicht
nördlich  vom  Miafarekin,  wo  man  noch  jetzt  einen  Ralb  Szu  (RalbFluss) -
  und  Kalb  Dag  (Ralb-Gebirge)  findet.
Kana,  ein  Kloster.
Karkisia,  ,  Circesium,  genau  in  dem  Winkel,  den  die
Mündung  des  Chabur  mit  dem  Euphrat  macht,  als  Gränzort  zwischen
dem  persischen  und  römischen  Reiche  schon  viele  Jahrhunderte  vor  der
mohammedanischen  Eroberung  ein  wichtiger  Ort.  Nach  Abulfeda
(Géogr.  p.  281)  war  Karkisia  auch  die  Residenz  der  Sabba,  der  eben
so  kriegerischen  Schwester  der  bekannten  Zenobia  von  Palmyra,  woraus
zu  schliessen  ist,  dass  diese  Gegend  (vielleicht  bis  zu  dem  in  Wakedi's
häufig  genannten  Soba)  um  die  Mitte  des  dritten  Jahrhunderts  ein  unabhängiges ¬
  Reich  war.  Oberst  Chesney  fand  den  Ort  in  Trümmern,  und
an  dessen  Stelle  das  Dorf  Abu  Seraj.  Die  Erzählung  Wakedi’s  gibt
ziemlich  dasselbe  Bild  von  den  Befestigungswerken,  wie  Prokop  (de
Bello  Pers.  II.  5.  de  Aedif.  Just.  II.  6).
Kasch,,  ein  Schloss  im  Gebiet  von  Ninive.
Raszr  Amuda,  s.  Amuda.
Kende,  s.  Beni  Rende.
Rischabur,  i,  ein  Schloss  im  Gebiet  von  Ninive.  Es  ist
offenba  derselbe  Ort,  den  Rich’s  Berichterstatter  Hadschi  Dschirdschis
(Narrative.  Vol.  II.  123)  Fischabur    nennt;  es  heisst  auch  Pirischabur, ¬
  und  liegt  am  Fusse  des  Sachugebirges,  auf  der  Ostseite  des
Tigris,  etwas  unterhalb  Dschesire  Ibn  Omar.
Klosterwiese,  ,  steht  einmal  im  A.,  statt  dieselbe  sonst
in  A.  und  B.  beständig  Vogelwiese,  ,  heisst;  s.  Vogelwiese.
Rofis,  ,  ein  Hekkarisches  Schloss;  eben  so
Rowasch,  ,  und
Ruchta,.  Da  das  Gebiet  der  Hekkarischen  Kurden  noch
eine  von  keinem  Europäer  betretene  terra  incognita  ist,  so  darf  es  nicht
Wunder  nehmen,  dass  sich  fast  gar  keine  Orte  identificiren  lassen.
            
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