171
Istambul,, der türkische Name von Konstantinopel. Offenbar ¬
ist das ganze Einschiebsel, in welchem dieser Name vorkommt, höchstens ¬
aus dem funfzehnten Jahrhundert.
Kaf, Ste, ein Ort zwischen Bidlis und Achlat, dessen Lage von
Wakedi genau angegeben wird (s. oben Anther), jedoch jetzt nicht
mehr vorhanden zu sein scheint.
Kafr Tutha, , ein jetzt ganz unbedeutender Ort, 5 Stunden
von Mardin, 5 Parasangen von Dara.
Kal, Ot, ein Schloss im Gebiet des Fürsten von Ninive.
Kalb, , ein Ort in einem unabhängigen Gebiete, vielleicht
nördlich vom Miafarekin, wo man noch jetzt einen Ralb Szu (RalbFluss) -
und Kalb Dag (Ralb-Gebirge) findet.
Kana, ein Kloster.
Karkisia, , Circesium, genau in dem Winkel, den die
Mündung des Chabur mit dem Euphrat macht, als Gränzort zwischen
dem persischen und römischen Reiche schon viele Jahrhunderte vor der
mohammedanischen Eroberung ein wichtiger Ort. Nach Abulfeda
(Géogr. p. 281) war Karkisia auch die Residenz der Sabba, der eben
so kriegerischen Schwester der bekannten Zenobia von Palmyra, woraus
zu schliessen ist, dass diese Gegend (vielleicht bis zu dem in Wakedi's
häufig genannten Soba) um die Mitte des dritten Jahrhunderts ein unabhängiges ¬
Reich war. Oberst Chesney fand den Ort in Trümmern, und
an dessen Stelle das Dorf Abu Seraj. Die Erzählung Wakedi’s gibt
ziemlich dasselbe Bild von den Befestigungswerken, wie Prokop (de
Bello Pers. II. 5. de Aedif. Just. II. 6).
Kasch,, ein Schloss im Gebiet von Ninive.
Raszr Amuda, s. Amuda.
Kende, s. Beni Rende.
Rischabur, i, ein Schloss im Gebiet von Ninive. Es ist
offenba derselbe Ort, den Rich’s Berichterstatter Hadschi Dschirdschis
(Narrative. Vol. II. 123) Fischabur nennt; es heisst auch Pirischabur, ¬
und liegt am Fusse des Sachugebirges, auf der Ostseite des
Tigris, etwas unterhalb Dschesire Ibn Omar.
Klosterwiese, , steht einmal im A., statt dieselbe sonst
in A. und B. beständig Vogelwiese, , heisst; s. Vogelwiese.
Rofis, , ein Hekkarisches Schloss; eben so
Rowasch, , und
Ruchta,. Da das Gebiet der Hekkarischen Kurden noch
eine von keinem Europäer betretene terra incognita ist, so darf es nicht
Wunder nehmen, dass sich fast gar keine Orte identificiren lassen.