153
87) Der schwarze Sklave von riesenmässiger Grösse, welcher die
Partei, die ihm anvertraut wurde, steile Abhänge hinauf in das Rastell
von Haleb führte. Von den Zeiten der Abyssinier her waren damals
noch viele Schwarze in lemen. Die Kinder eines Arabers mit einer
Schwarzen oder umgekehrt hiessen (mulad), daher Mulatte. N.
88) Die „Folgenden“ werden diejenigen genannt, welche
nicht mit Mohammed selbst, sondern nur mit seinen Gefährten bekannt
waren. Wenn die Vergleichung nicht unanständig ist, ungefähr wie
bei uns die Apostolischen Väter, die unmittelbaren Schüler der Apostel
und Jünger. N.
89) ) Ras Ain heisst Haupt der Quelle.
90) Der ward oben unter den Gefangenen angegeben. Dies bemerkt
auch eine Glosse, die im Manuscript in den Text gerathen ist. Der Fall
hat viel Aehnlichkeit mit dem Sancho Pansa’s, welcher in der Geschichte, -
nachdem ihm Gines den Esel bei Nacht unter den Beinen
weggestohlen, am andern Morgen ihn sattelt und besteigt. N.
91) In diesen Zahlen ist unstreitig eine orientalische Hyperbel.
92) Dem schmalen Wege über den Höllenabgrund. N.
93) Der Stamm Aad, zwischen Hadhramaut und Oman, der, weil
er Hud’s Warnungen verachtete, durch Sturm aus der Wüste unter dem
Sande begraben ward. Themud, welches den Propheten Saleh nicht
hörte. N.
94) Abdalla war damals weniger ein Name, als ein Wort, womit
man ausgezeichnete Fromme nannte; auch setzte man es zu seinem
eignen Namen hinzu. So wird Omar genannt Abdalla Omar. N.
95) Es ist fast unnöthig, zu sagen, dass diese Etymologie ein Hirngespinnst -
ist. N.
96) Vielleicht gibt es unter den Arabischen Uebersetzungen griechischer -
Werke ein Buch, vermuthlich mystischen oder alchemistischen
oder astrologischen Inhalts, so wie z. B. das Buch des weisen Belinas,
welches einem Weisen Meheraris zugeschrieben wird. N.
97).
.? Diese ganze Rede ist offenbar bloss ein rhetorisches ¬
Kunststück Wakedi’s. Uebrigens darf man zur Würdigung derselben -
nicht den Massstab moderner europäischer Bildung anlegen.
Was uns als Gemeinplätze und abgedroschene Sentenzen erscheint, ist
dem Araber der Inbegriff der gepriesensten praktischen Philosophie.
Solche Denksprüche werden als Vermächtniss vom Vater auf den Sohn
vererbt, und als theures anvertrautes Gut aufbewahrt; man hat viele
solcher Sprüche von den ersten Chalifen, und von andern ausgezeichneten -
Männern, und auch bei andern Völkern, die ungefähr auf gleicher
Stufe stehen, wird man ähnliche Erscheinungen finden; ich erinnere