Contents : Wāqidī, Muḥammad Ibn-ʿUmar: Geschichte der Eroberung von Mesopotamien und Armenien

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87)  Der  schwarze  Sklave  von  riesenmässiger  Grösse,  welcher  die
Partei,  die  ihm  anvertraut  wurde,  steile  Abhänge  hinauf  in  das  Rastell
von  Haleb  führte.  Von  den  Zeiten  der  Abyssinier  her  waren  damals
noch  viele  Schwarze  in  lemen.  Die  Kinder  eines  Arabers  mit  einer
Schwarzen  oder  umgekehrt  hiessen    (mulad),  daher  Mulatte.  N.
88)  Die  „Folgenden“  werden  diejenigen  genannt,  welche
nicht  mit  Mohammed  selbst,  sondern  nur  mit  seinen  Gefährten  bekannt
waren.  Wenn  die  Vergleichung  nicht  unanständig  ist,  ungefähr  wie
bei  uns  die  Apostolischen  Väter,  die  unmittelbaren  Schüler  der  Apostel
und  Jünger.  N.
89)    )  Ras  Ain  heisst  Haupt  der  Quelle.
90)  Der  ward  oben  unter  den  Gefangenen  angegeben.  Dies  bemerkt
auch  eine  Glosse,  die  im  Manuscript  in  den  Text  gerathen  ist.  Der  Fall
hat  viel  Aehnlichkeit  mit  dem  Sancho  Pansa’s,  welcher  in  der  Geschichte, -
  nachdem  ihm  Gines  den  Esel  bei  Nacht  unter  den  Beinen
weggestohlen,  am  andern  Morgen  ihn  sattelt  und  besteigt.  N.
91)  In  diesen  Zahlen  ist  unstreitig  eine  orientalische  Hyperbel.
92)  Dem  schmalen  Wege  über  den  Höllenabgrund.  N.
93)  Der  Stamm  Aad,  zwischen  Hadhramaut  und  Oman,  der,  weil
er  Hud’s  Warnungen  verachtete,  durch  Sturm  aus  der  Wüste  unter  dem
Sande  begraben  ward.  Themud,  welches  den  Propheten  Saleh  nicht
hörte.  N.
94)  Abdalla  war  damals  weniger  ein  Name,  als  ein  Wort,  womit
man  ausgezeichnete  Fromme  nannte;  auch  setzte  man  es  zu  seinem
eignen  Namen  hinzu.  So  wird  Omar  genannt  Abdalla  Omar.  N.
95)  Es  ist  fast  unnöthig,  zu  sagen,  dass  diese  Etymologie  ein  Hirngespinnst -
  ist.  N.
96)  Vielleicht  gibt  es  unter  den  Arabischen  Uebersetzungen  griechischer -
  Werke  ein  Buch,  vermuthlich  mystischen  oder  alchemistischen
oder  astrologischen  Inhalts,  so  wie  z.  B.  das  Buch  des  weisen  Belinas,
welches  einem  Weisen  Meheraris  zugeschrieben  wird.  N.
97).
.?  Diese  ganze  Rede  ist  offenbar  bloss  ein  rhetorisches ¬
  Kunststück  Wakedi’s.  Uebrigens  darf  man  zur  Würdigung  derselben -
  nicht  den  Massstab  moderner  europäischer  Bildung  anlegen.
Was  uns  als  Gemeinplätze  und  abgedroschene  Sentenzen  erscheint,  ist
dem  Araber  der  Inbegriff  der  gepriesensten  praktischen  Philosophie.
Solche  Denksprüche  werden  als  Vermächtniss  vom  Vater  auf  den  Sohn
vererbt,  und  als  theures  anvertrautes  Gut  aufbewahrt;  man  hat  viele
solcher  Sprüche  von  den  ersten  Chalifen,  und  von  andern  ausgezeichneten -
  Männern,  und  auch  bei  andern  Völkern,  die  ungefähr  auf  gleicher
Stufe  stehen,  wird  man  ähnliche  Erscheinungen  finden;  ich  erinnere
            
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