Inhaltsverzeichnis : Breithaupt, August: Vollstaendige Charakteristik des Mineral-Systems

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aus  einer  einzigen  in  ihren  Dimensionen  der  Axen  gänz  eigenthümlichen ¬
  Form,  d.  i.  aus  der  Primärform  abzuleiten
oder  darauf  zurück  zu  führen.  8)  Indem  ein  KrystallisazionsSystem -
  viele  Krystall  -  Reihen  in  sich  fasst,  kommt  einer
Spezies  nur  eine  Krystallreihe  zu.  Hier  ist  es,  wo  die  Krystallometrie ¬
  in  ihrem  ganzen  Werthe  erscheint,  und,  nicht
allein  als  ganz  unentbehrlich  in  der  wissenschaftlichen  Betrachtung ¬
  der  Mineralien,  sondern  auch  von  höchster  Bedeutung ¬
  für  den  spezifischen  Charakter.  Die  innere  Krystallisazion ¬
  einer  Spezies  hält  sich  gleich  bestimmt;  denn  die
Spaltungsrichtungen  ersten,  zweiten  etc.  Werthes  bleiben
auch  dieselben  für  gewisse  äussere  Flächen  und  für  Dimensions- ¬
  Verhältnisse  der  Primärform.  So  können  Apatit  und
Kalkspath,  (obwohl  Glieder  des  hexagonalen  Krystallisazions-Systems), ¬
  schon  darnach  nicht  eine  Spezies  seyn.  —
Bei  opalartigen  Gebilden  ist  es  nöthig,  dass  sie  stets
lebhaften  Glanz,  muschligen  Bruch  und  eine  gewisse  Scharfkantigkeit -
  haben.
§.  14.  Sehr  enge  Gränzen  halten  die  Glieder  einer  Spezies
in  Hinsicht  der  Dichtheits-  Kennzeichen.  In  den  anscheinend -
  verschiedensten  Abänderungen  des  frischen  Zustangehen ¬
  sie  noch  nicht  über  zwei  der  bestimmten  zwölf  Härtegrade ¬
  hinaus.  Die  einzige  Ausnahme  macht  der  Kyanit,
bei  welchem  jedoch  auch  die  verschiedenen  Grade  seiner
Härte  sich  auf  geometrisch  verschiedenen  und  bestimmten
Flächen,  Kanten  und  Ecken  äussern.  Die  meisten  Spezien
zeigen  nur  eine  Differenz  von  ½  bis  /  Grad.  Ihrem  Härtegrad ¬
  zufolge  könnten  Flussspath  und  Eisenspath  eine  Spezies
seyn;  nie  aber  Schaumkalk  und  Kalkspath,  welche  man
doch  von  mehrem  Mineralogen  für  eine  genommen  findet.
—  Der  Grad  der  Verschiebbarkeit  der  Theile  oder  der  Grad
8)  Keinem  Mineralogen  ist  die  abstrakte  Darstellung  aller  möglichen
Ableitungen  der  verschiedenen  einfachen  Formen  so  meisterhaft ¬
  gelungen  als  Hr.  Mohs.  M.-s.  dessen  Grundriss  der  Mineralogie. ¬
  Dresden,  1822.
            
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