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mit seiner Hülfe den Arabern deine Tochter wieder zu entreissen. Das
wird ihm Begierde machen, uns anzugreifen, und vielleicht wird uns
Gott Sieg über ihn verleihen; und wenn wir ihn in unserer Gewalt
haben, so ist auch das Schloss unser, so Gott will. Dein Lohn aber
wird sein, dass du und dein Volk in deinem Lande bleiben werden.
Wisse übrigens, dass mein Schutz der Schutz der Araber ist, und was
ich thue, ist so gut, als ob sie es gethan haben.“ — Als der Patricier
dies hörte, sagte er: „Ich werde es thun; allein ich fürchte, dass der
Messias mir zürnen wird, wenn ich seine Anhänger verrathe.“ „Das
nehme ich auf mich, sagte Jukinna; am Tage der Auferstehung lass
Jesus, den Sohn Mariens, sich desshalb an mich wenden.“ — Darauf
sagte der Patricier: „Wenn es sich so verhält, wie du sagst, so will
ich es thun, und es ist mir nicht schwer; ich fürchte aber, wenn ich
thue, was du mir befichlst, dass er nicht aus seinem Schlosse herunterkomme ¬
und dich angreife. Ich glaube daher, dass es besser ist, du
sendest die Gefangenen und das Geld unter Bedeckung zu eurem Heere;
ich aber bleibe bei dir, und am folgenden Morgen sind wir vor dem
Schlosse; dort angekommen, gibst du mir ein Pferd und einen Panzer,
und ich reite alsdann in voller Eile auf den Hippodrom des Schlosses,
und sobald ich ihn dort mit seinen Grossen gewahr werde, steige ich
vom Pferde, bestreue mein Haupt mit Staub, und wünsche ihm alles
Gute. Und wenn er mich fragt, was es Neues giebt, werde ich ihm
meine Geschichte erzählen, wie wir verabredeten, und ihm sagen, dass
du nur eine Parasange entfernt bist. Alsdann kann er es unmöglich
verschieben, mir zu Hülfe zu kommen, und er muss dich angreifen.
Wisse aber, dass seine meisten Truppen augenblicklich in den Festungen ¬
und Schlössern zerstreut sind, und dass er höchstens tausend Reiter
bei sich marschfertig hat.“ Jukinna genehmigte diesen Anschlag, und
schickte die Gefangenen zu Jjadh. Dieser fragte sie, ob sie es mit
Dank erkennen würden, wenn er sie entliesse. Und als sie sich dazu
bereit erklärten, liess er sie frei, damit er von ihnen erführe, wie viele
von den Schlössern noch nach ihnen kämen, und damit sie sie ihm unterwürfig ¬
machten.
Jukinna machte sich indessen mit seiner Schaar auf den Weg, und
noch war das Morgenroth nicht aufgeblitzt, als sie am Tigris waren,
und das Schloss erblickten. Nun entliess er den Patricier, und gab
ihm ein Pferd, und band ihm um die eine Hand einen Strick, als wäre
er so eben den Fesseln entronnen. Talun ben Reifa war damals im
Begriff, mit zweitausend Reitern und tausend Fusssoldaten nach der
Seite von Seert aufzubrechen; denn ein Theil von dem Gefolge des