Volltext : Wāqidī, Muḥammad Ibn-ʿUmar: Geschichte der Eroberung von Mesopotamien und Armenien

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Welt  und  in  jener;  dieses  Volk  liegt  jetzt  vor  Amid,  und  Diarbekr
kann  ihnen  gar  nicht  entgehen;  wer  sich  ihnen  widersetzt,  den  tödten
sie;  und  sie  plündern  sein  Land,  und  machen  seine  Leute  und  seine
Kinder  zu  Sklaven;  wenn  ihr  euch  ihnen  aber  ergebet,  so  rettet  ihr
euer  Leben  und  euer  Land.“  Die  Einwohner  verlangten  drei  Tage
Bedenkzeit.  In  der  Nacht  aber  kamen  sie  alle  beisammen,  und  verbanden -
  sich  gegenseitig  durch  einen  Eid,  dass  sie  ihre  Stadt  den  Arabern -
  nicht  übergeben,  und  ihnen  nimmer  gehorchen  wollten,  und  wenn
sie  auch  bis  auf  den  letzten  Mann  umkommen  sollten,  und  dass  sie  die
Gefährten  des  Propheten  bekämpfen  wollten.  Nach  drei  Tagen  liess  der
Patricius  sie  vor  sich  kommen,  aber  wenige  folgten  der  Einladung;
durch  Rundschafter  erfuhr  er,  wie  die  Einwohner  sich  durch  einen  Eid
verbindlich  gemacht  hatten,  sich  seiner  zu  bemächtigen,  und  die  Gefährten -
  und  diejenigen  Einwohner,  die  zum  Islam  übergetreten  waren,  und
seine  Diener  zu  tödten,  Die  Einwohner  griffen  zu  den  Waffen,  und
drangen  vor  den  Palast,  und  verlangten  mit  dem  Patricius  und  seinen
Dienern  und  den  Gefährten  zu  kämpfen.  Dieser  trat  ihnen  mit  seinen
Leuten  entgegen,  und  lieferte  ihnen  ein  hitziges  Gefecht,  an  welchem
die  Gefährten  Theil  nahmen.  Den  ganzen  Tag  dauerte  das  Gefecht  ununterbrochen -
  bis  in  die  Nacht.  Da  öffnete  der  Patricius  eine  geheime
Pforte,  aus  welcher  er  die  Gefährten  entliess,  mit  der  Bitte,  ihren  Emir
um  Hülfe  anzusprechen.  Unter  dem  Schutze  der  Nacht  verliessen  sie
die  Stadt,  und  kamen  zu  einem  Hügel  in  der  Nähe  vor  der  Stadt,  welcher -
  Tel  Raheb  (der  Mönchshügel)  heisst.  Hier  hörten  sie  Pferdegeräusch -
  und  blieben  daher  stehen,  um  zu  sehen,  wer  es  wäre,  und  siehe,
es  war  eine  Abtheilung  von  fünfhundert  arabischen  Reitern  unter  Anführung -
  des  Szahib  ben  Addi  el  Dhobbi  vom  Stamme  Dhobbe,  der  durch
besondern  Eid  dem  Propheten  verschworen  war.
In  dieser  Nacht  war  der  Prophet  dem  Ijadh  im  Traum  erschienen,
und  hatte  ihm  erzählt,  wie  es  mit  dem  Patricius  von  Miafarekin  und  den
zehn  Gefährten  stand;  wie  jener  sich  zum  Islam  bekannt  hatte,  und  sein
Volk  ihn  nun  bekriegte;  er  befahl  ihm  daher,  ihnen  eine  Schaar  zu  Hülfe
zu  senden.  Sobald  Ijadh  erwachte,  liess  er  den  Szahib  ben  Addi  zu
sich  kommen,  und  übergab  ihm  eine  Abtheilung  von  fünfhundert  Reitern.
„Eile  nach  Miafarekin,  sagte  er,  und  stehe  dem  Fürsten  dieser  Stadt
bei;  denn  er  ist  ein  Gläubiger,  und  ist  von  der  Sendung  des  Gesandten
Gottes  überzeugt;  eile,  denn  Gott  wird  euch  die  Entfernung  verkürzen,
und  das  Schwierige  leicht  machen.“  Diese  brachen  nun  auf,  als  etwa  ein
Drittheil  von  der  Nacht  verflossen  war,  und  unter  dem  Segen  des  Propheten -
  verkürzte  ihnen  Gott  den  Weg,  so  dass  sie  die  zehn  Gefährten
            
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