Full text : Wāqidī, Muḥammad Ibn-ʿUmar: Geschichte der Eroberung von Mesopotamien und Armenien

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weisen  Arsalus  und  seiner  Angehörigen  sandte  Jjadh  seinen  Vetter
Dscherah  ben  Salame  mit  zehn  Männer  seiner  Familie.  Und  das  Schwert
wüthete  in  der  Stadt  ohne  Unterlass  den  ganzen  übrigen  Tag,  bis  zum
Abend.  Da,  als  der  Sieg  entschieden  war,  flehte  das  Volk  um  Gnade,
und  Jjadh  befahl,  das  Blutvergiessen  zu  endigen.
Ruim  ben  Radem  der  Jaschkerite  erzählt  nach  Sinan  ben  Auf,  und
Serake  ben  Soheir,  nach  Choseime  ben  Aamer:  die  Schlacht  von  Murdsch
Raaban  war  am  dritten  Tage  des  Monats  Szefer  im  17.  Jahre  der  Hedschra
(23.  Febr.  638),  und  die  Einnahme  von  Rasain  am  dritten  Tage  des
Rebi  el  ewwel  in  demselben  Jahre  (24.  März  638)  99).
Und  die  Gefährten  verliessen  die  Kirche,  nachdem  sie  Martemius
und  alle  mit  ihm  dort  erschlagen  hatten;  Chalid  und  seine  Gefährten,
Abdalla  Jukinna  und  seine  Vettern,  Said  ben  Seid,  Amr  ben  Madi  Karb,
der  Vater  des  Grauns  und  seine  Leute,  Aaszem  ben  Ruahe:  alle  kamen
zu  Jjadh  und  begrüssten  ihn.  Und  er  freute  sich  ihrer  Errettung,  und
hiess  sie  willkommen,  und  ehrte  sie,  pries  Jukinna  und  die  Seinigen,
lobte  Said  ben  Seid,  und  wünschte  Aaszem  Glück  zu  seiner  Bekehrung,
und  betete  für  ihn.  Auch  Ebu’l  Haul  Dames  kam,  und  meldete  Jjadh
von  der  Verstärkung,  die  er  ihm  aus  Syrien  zuführte,  und  wie  er  mit  den
übrigen  sich  in  Rasain  eingelistet.  Und  Jjadh  lobte  ihn,  und  freute  sich.
Hierauf  liess  Jjadh  alle  Schätze  und  Rostbarkeiten,  die  Gott  den
Moslemin  an  Beute  zu  Rasain  verliehen  hatte,  sammeln,  und  nachdem
er  das  Fünftheil  für  den  Staatsschatz  abgesondert  hatte,  theilte  er  das
übrige  unter  die  Moslemin,  und  ein  Reuter  empfing  zwanzigtausend,  und
wer  zu  Fuss  diente,  zehntausend  (Dirhem)  100)
Und  viele  von  denen,  die  vom  Schwert  errettet  waren,  bekannten
sich  zum  Islam.  —  Der  weise  Arsalus  mit  allen  seinen  Schülern  begab
sich  gleichfalls  zu  Jjadh,  ihn  zu  begrüssen,  und  dieser  lobte  ihn  und
ehrte  ihn  sehr.  Und  als  Arsalus  die  Freundlichkeit  und  Urbanität  des
Emir  sah,  bekannte  er  sich  zum  Islam,  und  mit  ihm  alle  seine  Schüler.
Und  Rasain  was  die  einzige  Stadt  in  Rebia,  die  mit  dem  Schwert
erobert  ward.
Indem  Jjadh  das  Fünftheil  der  Schatzkammer  übersenden  wollte,
verfasste  er  folgenden  Brief  an  den  Fürsten  der  Gläubigen,  Omar:  „Im
Namen  Gottes,  des  Allbarmherzigen.  Von  Jjadh  ben  Ganem  an  den
Fürsten  der  Gläubigen,  Omar,  Gruss.  Ich  preise  Gott,  äusser  dem  kein
anderer  ist,  und  flehe  um  Segen  für  seinen  Propheten.  Der  Höchste
(er  sei  dafür  gepriesen!)  eroberte  durch  unsere  Hand,  was  schwer  war,
und  war  uns  Hülfe  und  Beistand.  Nach  der  Schlacht  fehlte  nicht  viel
daran,  dass  ihr  Feuer  die  Edlen  verbrannte,  und  das  Blutvergiessen  ihre
            
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