Full text : Coste, Louis Marie Prosper: Recherches balistiques sur les vitesses initiales, le recul, et la résistance de l' air

Geschichtliche  Entwicklung  des  Wechsels.
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Der  Acceptant  muss  auch  dann  zahlen,  wenn  er  sich  bei  der
Acceptation  geirrt  hätte  30.
Auch  das  Accept  eines  von  einem  Wechselunfähigen  ausgestellten
Wechsels  bindet,  ebenso  das  Accept  eines  wegen  seiner  Form  ungültigen
Wechsels  31
Kein  Wechselrecht  des  Trassanten  gegen  den  Acceptanten. -
  Der  Acceptant  macht  sich  zum  Hauptschuldner32  zu  Gunsten
des  letzten  Inhabers  und  der  Indossanten,  nicht  auch  des  Trassantenes
Unbedingte  Verpflichtung  des  Acceptanten.  Das
Recht  gegen  den  Acceptanten  besteht  auch  johne  Protesterhebungs
Protest  mangels  Annahme.  Der  Wechselinhaber  wahrt
durch  Protest  seine  Regressrechte  35;  er  kann,  wenn  es  nicht  ausdrücklich ¬
  verboten  ist,  einige  Tage,  in  der  Regel  bis  zum  nächsten  Posttage
mit  der  Protesterhebung  warten,  wenn  der  Bezogene  bei  der  Präsentation ¬
  zur  Acceptation  sich  nicht  sofort,  sondern  erst  binnen  wenigen
Tagen  oder  bei  der  Ankunft  der  nächsten  Post  erklären  will  se
30  Königke  Leipziger  W.O.  Art.  13  Nr.  11.
31  Scherer  Rechtsfälle  Nr.  28,  53.
32  Als  „Principalschuldner“  wird  der  Acceptant  (und  der  Trassant)  bezeichnet
in  Hamburg  W.O.  1603  Art.  1,  Leipzig  §§  4,  13.
33  Ein  Wechselrecht  des  Trassanten  gegen  den  Acceptanten  ist  anerkannt,
Dänemark  von  1825  §  60;  dafür  Franck  lib.  1  sect.  4  tit.  12  §  1,  Pöhls
S.  548,  v.  Weisseneck  §  148,  bes.  Heise  in  Heise  u.  Cropps  Abh.  II  S.  1—47,
Cropp  in  seinem  Gutachten  S.  116,  117;  dagegen  Zimmerl,  Beiträge  zur  Erläuterung ¬
  des  Wechselrechts  (Wien  1806)  Abh.  1  §§  12,  13;  Scherer  III  S.  44,
Treitschke,  Encykl.  II  S.  474,  Frankfurt  §  32,  Preufs.  Landrecht  §§  1132
bis  1135,  Dessau  §  94,  Weimar  §§  119,  155,  Niederlande  Art.  49,  auch  der
Gerichtsgebrauch  fast  überall.
34  Titius  Xtit.  5  §  38,  Carpzow,  Disp.  de  cambiis  thes.  54,  Savary  P.  N.
tom.  II  Par.  37  S.  363;  Phoonsen  cap.  10  §  20,  cap.  17  §  12*,  cap.  19  §  1  i.  f.,
cap.  26  §  15;  Franck  lib.  1  sect.  4  tit.  1  §  26,  lib.  2  sect.  3  tit.  3  §  2;  Jakob,
Lex.  mercat.  cap.  3  §  88  S.  99;  Leipzig  W.O.  §  13;  Willküre  von  Amsterdam
vom  17.  März  1663;  Braunschweig  Art.  38;  Elbing  Kap.  18  §  54;  Österreich ¬
  Art.  14;  Hamburg  Art.  27;  Gotha  §  6;  Schweden  Art.  11  §  2;  Rufsland ¬
  Kap.  1  §  15;  Kurpfalz  Art.  25,  52;  Jülich  und  Berg  Art.  24,  50;  diese
beiden  letzteren  geben  aber  nur  die  Klage  im  ordentlichen  Prozess,  ebenso  gegen
den  Aussteller  des  eigenen  Wechsels;  dagegen  verlangt  den  Protest  auch  gegenüber
dem  Acceptanten  Nürnberg  Kap.  4  §  8  (sonst  ist  es  blofs  ein  richtiger  Schuldschein), ¬
  Württemberg  Kap.  4  §  32,  Hannover  §  31.
35  Phoonsen  Kap.  17  §  2,  Titius  lib.  X  cap.  5  §  29,  Stryk,  De  accept.
cap.  4  §§  16,  20,  21,  Königke,  De  praesent.  §  35,  Franck  lib.  1  sect.  4  tit.
(über  Protest  überhaupt),  tit.  2  (über  Protest  M.  Annahme)  §§  6,  7,  Heineccius
Kap.  2  §  34  (in  älteren  Aufl.  §  32),  Siegel,  De  jure  Rig.  camb.  cap.  8  §  33.
s6  Phoonsen  Kap.  11  §  2,  Danzig  Art.  9.  Nimmt  dann  der  Bezogene  den
Wechsel  an,  so  muss  er  bei  Zeitsichtwechseln  die  Annahme  so  datieren,  als  ob
            
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