thumbs : Dritter Band (3)

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Vom  unreifen  Lebensalter.
in  sauer  gewordenen  Molken  gefunden  und  scheint  durch  eine  bei
der  saueren  Gährung  entstandene  Zersetzung  des  Milchzuckers  gebildet
zu  seyn.  p)  Außer  dem  Milchzucker  enthält  die  Milch  verschiedene
Salze.  Schwarz  (Nr.  148.  S.  93)  fand  in  1000  Theilen
Kuhmilch  1,805  phosphorsaueren  Kalk,  0,225  phosporsaueres  Natrum, -
  0,170  phosphorsaueren  Talk,  0,032  phosphorsaueres  Eisen,
1,350  salzsaueres  Kali  und  0,115  milchsaueres  Natrum,  zusammen
3,697.  Salze.  Der  phosphorsauere  Kalk  ist  vorzüglich  im  Käse
enthalten.
§.  521.  Das  Leben  der  Milchdrüsen  steht  A)  mit  dem
des  Fruchthälters  nicht  bloß  in  einer  allgemeinen  Beziehung,  wie
mit  dem  Leben  jedes  anderen  Organes,  was  Joannides  (Nr.  376.
p.  29  sqq.)  zu  beweisen  suchte,  sondern  auch  in  einer  specifischen,
da  beide  Organe  zu  einem  Systeme  gehören  und  sich  zu  einander
verhalten  wie  das  innere  und  äußere  Glied  einer  besonderen  Sphäre
(§.  519,  c,  d).  Wir  erkennen  a)  einen  Consensus:  die  Mammalien ¬
  haben  den  Fruchthälter  (§.  338,  C)  und  die  Milchdrüsen  als
ausschließliches  Eigenthum,  da  alle  Erweiterungen  der  Eileiter  bei
anderen  Thieren  eben  so  wenig  für  wirkliche  Fruchthälter  (§.  105,  b),
als  die  Kröpfe  der  Vögel  (§.  518,  f)  für  wirkliche  Milchdrüsen  zu
halten  sind,  sondern  nur  Andeutungen  und  Rudimente  dieser  Organe ¬
  darstellen;  Frauen,  die  stark  menstruirt  zu  seyn  pflegen,  secerniren ¬
  auch  viel  Milch,  und  Brustknoten  heilen  nur  bei  normaler
Thätigkeit  des  Fruchthälters.  Dieser  Consensus  äußert  sich  b)  bald
durch  Übertragung  der  Lebensstimmung  von  den  Milchdrüsen  auf
den  Fruchthälter,  wie  denn  durch  das  erste  Säugen  des  Kindes  Nachwehen ¬
  hervorgerufen  werden;  /  bald  c)  durch  Übertragung  vom  Fruchthälter =
  auf  die  Milchdrüsen,  indem  die  Brüste  bei  der  Menstruation
(§.  164,  a)  und  nach  der  Befruchtung  (§.  346,  m)  anschwellen,,
bei  einem  Abortus  welk,  schlaff,  kühl  werden  und  eine  seröse  Flüssigkeit ¬
  ausfließen  lassen  und  bei  Unterdrückung  der  Menstruation  oder
anderweitigen  Krankheiten  des  Fruchthälters  selbst  erkranken.  /  d)  Was
aber  in  Consensus  steht,  kann  auch  in  ein  antagonistisches  Verhältniß ¬
  der  Derivation  (e,  f)  und  der  Metastase  (g,  h)  treten.
e)  Die  verstärkte  Thätigkeit  des  Fruchthälters  hat  verminderte  Thätigkeit ¬
  der  Milchdrüsen  zur  Folge:  wenn  eine  Säugende  die  Men¬
            
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