Full text : Lehrbuch des Pandekten-Rechts (2)

176  Bes.  Theil.  Zweites  Buch.  Unmittelbares  Sachenrecht.
17)  L.  1.  §.12.  D.  de  aqua  quot.  —  Vgl.  Savigny  S.  547.  Note  1.
L.  1.  §.  11.  eod.
18)  L.  1.  pr.  L.  3.  §.  3.  D.  de  it.  actuq.  priv.  —
—  L.  1.  pr.  §.  23.  27.  D.  de  aq.  quot.  -  L.  60.  pr.  D.  de  usufr.
—  L.  3.  §.  17.  L.  9.  §.  1.  D.  de  vi.
19)  L.  8.  §.  5.  D.  de  itin.  L.  1.  §.  25.  26.  D.  de  aqua.  L.  4.  D.
uti  possid.  XLIII,  17.
20)  L.  3.  §.  2.  D.  uti  possid.  —  Vgl.  oben  §.  243.  Note  9.
21)  Vgl.  §.  243.  Note  8.  u.  10.,  auch  oben  Note  14.  u.  den  zu  derselben
gehörigen  Text.
Fünftes  Capitel.
Das  Recht  der  Emphytheuse  und  Superficies.
§.  298.
*)
I.  Emphyteutisches  Recht
A)  Begriff  und  Character  desselben.
Das  Recht  der  Emphyteuse  (gewöhnlich  Erbenzinsrecht  genannt) =
  hat  seinen  Ursprung  in  dem  Verhältniß  des  ager  vectiEs ¬
  wurden  nämlich  Staats-  und  Municipal-Längalis'). -

gegen  eine  bestimmte,  terminsweise  zu  entrichtende  Abdereien ¬

gabe  (vectigal)  zur  vollen  Benutzung  hingegeben,  womit  für
den  Inhaber  auch  die  Möglichkeit  einer  Vindication  verbunden
war?),  und  dies  Rechtsverhältniß  dehnte  man  auf  die  kaiserlichen ¬
  Domainen,  auf  Kirchen=Güter,  und  zuletzt  auf  PrivatLändereien ¬
  aus'),  legte  ihm  auch  (wahrscheinlich  auf  den
Grund  einer  sehr  häufig  vorkommenden  Veranlassung  solcher
Gebrauchs=Gestattungen)  den  Namen  des  emphyteutischen
Rechts  bei*).
Und  da  gezweifelt  wurde,  ob  ein  dem  emphyteutischen ¬
  Rechte  zu  Grunde  liegender  Contract  nach  der  Natur
des  dadurch  begründeten  Verhältnisses  als  Kauf=  oder  als
Mieths=Contract  zu  betrachten  sei*),  so  entschied  der  K.  Zeno,
daß  er  weder  das  eine  noch  das  andere  seyn,  sondern  eine  eigne
Contractsart  bilden  solle*).  Das,  regelmäßig  nicht  an  eine
bestimmte  Zeitdauer  geknüpfte'),  emphyteutische  Recht  nun
besteht  in  dem  dinglichen,  dem  Eigenthüme  nahe  kommenden
Rechte*),  eine  fremde  unbewegliche  Sache*)  vollständig  zu
            
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