Full text : Tome III (3)

De  legatis  et  fideicommissis.
141
cia,  alter  ex  undecim  unciis,  et  iis  fundus  legatus ¬
  sit,  unciarium  heredem  undecim  partes
38
in  fundo  habiturum,  coheredem  unciam
Nach  diesen  Stellen  haben  also  Florentinus
und  Ulpianus,  und  mit  ihnen  ohne  Zweifel  noch  Andere, ¬
  bezüglich  des  Prälegates  per  vindicationem  die
38)  Verschiedene  Vulgathandschriften  haben  statt  unciarium
heredem  die  Lesart  unciarum  heredem  (Th.  Mommsen ¬
  ad  h.  1.  vol.  II.  pag.  8.),  die  auch  schon  in  der
Glosse  berücksichtigt  wird.  Darnach  würde  das  Resultat ¬
  gerade  das  umgekehrte  sein.  Und  das  ist  klar
angenommen  in  den  Basiliken  XLIV.  1.  cap.  33.  nach
Heimbach's  Uebersetzung  (tom.  IV.  pag.  333.):
nam  et  si  duobus  heredibus  institutis,  uno  ex  undecim ¬
  unciis,  altero  ex  uncia,  res  legata  sit,  unciarum ¬
  undecim  heredem  uncias  undecim  habebit  legati, ¬
  alter  autem  unciam,  (genauer:  unam,  nach  dem
griechischen  Text  &,  d.  i.  ulæv).  Mit  Rücksicht  darauf
hat  denn  Löwenclau  vorgeschlagen,  in  L.  34.  §.  12.
cit.  zu  lesen:  unciarum  heredem  undecim  undecim  partes
habiturum.  Joann.  Leunclavii  notat.  II.  §.67.  (in
Otto's  thesaur.  III.  col.  1519.).  Allein  daß  die
Lesart  unciarum  und  die  Paraphrase  der  Basiliken
nur  aus  Mißverständniß  hervorgegangen  und  die  florentinische ¬
  Lesart  die  richtige  sei,  ist  von  den  Meisten
längst  anerkannt,  vgl.  z.  B.  Duaren.  ad  h.  l.  Cuiac.
ad  L.  17.  D.  de  legat.  I.  Nieto  de  praelegat.
cap.  I.  §.  10.,  und  mit  Zuversicht  konnte  Vangerow ¬
  a.  a.  O.  S.  263.  Anm.  6.  sagen:  die  Lesart
unciarum  werde  „wohl  h.  z.  T.  keinen  Vertheidiger
mehr  finden."  In  der  Gebauerischen  Ausgabe  hat
sich  dieselbe  gewiß  nur  durch  Versehen  eingeschlichen.
Schulting  -  Smallenburg  ad  h.  l.  tom.  V.
pag.  200.  Das  „Inde  dicitur"  wäre  darnach  ganz
unverständlich.
            
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