der Handelsgesellschafter.
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schen Anschauung nicht entspreche; und noch schärfer tritt der
Unterschied vom römischen Rechte hervor, wenn particularrecht-
lich die solidarische Haftung der Gesellschafter auch im Falle
des gemeinsamen Handels statuirt wird, wovon unten (Nr. IX).
Dagegen läßt sich freilich nicht leugnen, daß unter den Theore-
tikern des gemeinen Rechts jener Gesichtspunkt der praepositio
institoria bis in die neueste Zeit vorgewogen hat, wie er denn
selbst durch das allg. deutsche H.-G.-B. noch immer nicht be-
seitigt ist.
Daß man die Befugniß des Gesellschafters zur Vertretung
der Societät nach außen als selbstverständlich betrachtete,
geht schon aus der oben angeführten Stelle aus den Statuten
von Bergamo hervor, in den Worten anchora che egli non
fosse compagno. In den decisiones Rotae Genuae wird die
gegenseitige Autorisation aus dem Umstande geschlossen, daß
von zwei Gesellschaftern jeder seinen eigenen Namen in Ver-
bindung mit dem des anderen zu unterschreiben pflegt, dec. 97:
quia Bartholomaeus subscribebat nomen suum et Baptistae
conjunctium et e contra Baptista nomen suum et Bartholo-
maei . . . et ea est ratio, quia de mandato cujuslibet vi-
detur contraxisse; und in derselben Decision, sowie anderwärts
wird es als ein altes Gewohnheitsrecht, welches man nur
nebenbei auf das „jus" stützt, bezeichnet, daß, wenn zwei unter
verbundenem Namen Handel treiben, jeder aus den Verträgen
des anderen dem Dritten in solidum haftet: inprimis quo-
niam ex consuetudine inveterata receptum est hac in civb-
tate, quae viget et valet secundum Bai. in rubr. Cod. de
exer. act. con. fin. Paris, cons. 98 n. 8 et semper ita per
Rotam fuit judicatum, ut ex pluribus decisionibus notissi-
mum est, quod quando duo vel plures expendunt nomen
insimul, quilibet tenetur et obligatur in solidum, idem
etiam jure dispositum esse videmus per Bar. in 1. 9. qu. 7
de duobus reis.
Die Statuta Civitatis Genuensis (zuerst 1498
und öfters revidirt) machen auch keinen Unterschied zwischen