Metadaten : Girtanner, Christoph: Anfangsgründe der antiphlogistischen Chemie

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erhöhen,  vergleichungsweise  mit  der  Menge  von  Wärmestoff, ¬
  welche  einem  andern,  an  Gewicht  oder  Masse  gleichen,
Körper,  mitgetheilt  werden  muß,  um  seine  Temperatur  um
eben  so  viele  Grade  zu  erhöhen.
Nur  darf,  während  dieser  Erhöhung  der  Temperatur,
keiner  von  den  beiden  zu  vergleichenden  Körpern  seinen  Zustand ¬
  verändern,  das  heißt:  aus  einem  festen  in  einen  flüssigen, ¬
  oder  aus  einem  flüssigen  in  einen  luftförmigen  Körper ¬
  verwandelt  werden;  denn  alsdann  paßt  diese  Definition
nicht  mehr.
Der  spezifische  Wärmestoff  eines  Körpers  ist  das
Maaß,  welches  die  ganze  Menge  des  Wärmestoffes  anzeigt,
welche  ein  Körper,  bei  einer  bestimmten  Temperatur,  enthält, ¬
  vergleichungsweise  mit  der  Menge  des  Wärmestoffes
eines  andern  Körpers,  welcher  ihm,  an  Gewicht  oder  an
Masse,  gleich  ist,  und  sich  in  derselben  Temperatur  befindet. ¬

So  lange  ein  Körper  seinen  Zustand  nicht  verändert:
so  kann  die  Menge  des,  in  seinen  Zwischenräumen  enthaltenen, ¬
  Wärmestoffes,  abnehmen  und  zunehmen,  ohne  daß
deßwegen  seine  Fähigkeit  verändert  würde.
Die  Wärme  wird  nach  der  Stärke  der  Empfindung
gemessen,  welche  sie  verursacht.  Die  Temperatur  mißt
man  nach  dem  Grade  der  Ausdehnung  des  Quecksilbers  im
Thermometer.
Um  die  Fähigkeiten  zu  messen  gibt  es  zwei  Mittel.
1)  Man  mischt  von  zwei  ungleichartigen  Körpern  gleichviel,
an  Gewicht  oder  an  Masse,  bei  verschiedener  Temperatur
beider,  zusammen,  und  bemerkt  die  Temperatur  der  Mischung. ¬
  Die  Fähigkeiten  stehen,  in  diesem  Falle,  mit  den
Veränderungen  der  Temperatur  im  umgekehrten  Verhältnisse. ¬
  2)  Oder  man  erwärmt  beide  Körper,  bis  zu  der  gleichen ¬
  Temperatur,  schließt  dann  jeden  besonders  in  Eis  ein,
und  sammelt  das  geschmolzene  Wasser.  In  diesem  Falle
sind  die  Fähigkeiten  im  geraden  Verhältnisse  mit  den  Mengen ¬
  des  geschmolzenen  Eises.
Die  Veränderungen,  welche  dieselbe  Menge  von  Wär¬
            
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