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erhöhen, vergleichungsweise mit der Menge von Wärmestoff, ¬
welche einem andern, an Gewicht oder Masse gleichen,
Körper, mitgetheilt werden muß, um seine Temperatur um
eben so viele Grade zu erhöhen.
Nur darf, während dieser Erhöhung der Temperatur,
keiner von den beiden zu vergleichenden Körpern seinen Zustand ¬
verändern, das heißt: aus einem festen in einen flüssigen, ¬
oder aus einem flüssigen in einen luftförmigen Körper ¬
verwandelt werden; denn alsdann paßt diese Definition
nicht mehr.
Der spezifische Wärmestoff eines Körpers ist das
Maaß, welches die ganze Menge des Wärmestoffes anzeigt,
welche ein Körper, bei einer bestimmten Temperatur, enthält, ¬
vergleichungsweise mit der Menge des Wärmestoffes
eines andern Körpers, welcher ihm, an Gewicht oder an
Masse, gleich ist, und sich in derselben Temperatur befindet. ¬
So lange ein Körper seinen Zustand nicht verändert:
so kann die Menge des, in seinen Zwischenräumen enthaltenen, ¬
Wärmestoffes, abnehmen und zunehmen, ohne daß
deßwegen seine Fähigkeit verändert würde.
Die Wärme wird nach der Stärke der Empfindung
gemessen, welche sie verursacht. Die Temperatur mißt
man nach dem Grade der Ausdehnung des Quecksilbers im
Thermometer.
Um die Fähigkeiten zu messen gibt es zwei Mittel.
1) Man mischt von zwei ungleichartigen Körpern gleichviel,
an Gewicht oder an Masse, bei verschiedener Temperatur
beider, zusammen, und bemerkt die Temperatur der Mischung. ¬
Die Fähigkeiten stehen, in diesem Falle, mit den
Veränderungen der Temperatur im umgekehrten Verhältnisse. ¬
2) Oder man erwärmt beide Körper, bis zu der gleichen ¬
Temperatur, schließt dann jeden besonders in Eis ein,
und sammelt das geschmolzene Wasser. In diesem Falle
sind die Fähigkeiten im geraden Verhältnisse mit den Mengen ¬
des geschmolzenen Eises.
Die Veränderungen, welche dieselbe Menge von Wär¬