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§. 228.
II. Verschiedenheit der Obligation.
A. Nach den Personen *).
Sowohl der Gläubiger als der Schuldner kann entweder aus
einer oder aus mehreren Personen bestehen. Im letzteren Falle ist
entweder eine obl. pro rata (was die Regel bildet)*a) oder eine
obl. in solidum vorhanden; jenes, wenn der einzelne Gläubiger
nur einen bestimmten Antheil des Gegenstandes fordern und ebenso
der einzelne Schuldner nur auf einen Antheil der Schuld belangt
werden kann, dagegen bei der obl. in solidum jeder der einzelnen
Gläubiger das Ganze zu fordern befugt, und jeder der mehreren
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pulationem, sive in daudo, sive in facieudo, sive mixta ex dando et
faciendo inveniatur, et ad heredes et contra heredes transmitti, sive specialis ¬
heredum fat mentio, sive non. Cur enim, quod in principalibus
personis justum est, non ad heredes et adversus eos admittatur? Et sic
existimentur hujusmodi stipulationes, quasi tantummodo in dando fuerint
conceptae, cum nihilo minus et heredes factum possint adimplère: illa
subtili et supervacua scrupulositate explosa, per quam putabant non esse
possibile factum ab alio compleri, quod alii impositum est. Et quare,
cum pene similis omnium hominum natura est, non etiam facta omnes
vel plus vel paulo minus adimplere possint: ne ex hujusmodi subtilitate
cadant hominum voluntates
Arndts Lehrb. §. 212: „Bei jeder Obligatio kommen wesentlich zwei
Personen vor, Gläubiger und Schuldner. Ist ein Schuldverhältniß von
der Art, daß eben nur der Eine Etwas zu fordern, der Andere Dieses zu
leisten hat, so heißt die Obligatio eine einseitige, s. g. oblig. unilateralis.
Es gibt aber Schuldverhältnisse, bei denen es wesentlich ist, daß der Erwerb
der Forderung zugleich mit Uebernahme einer Verbindlichkeit verbunden
ist, daß also beide Subjecte zugleich Gläubiger und Schuldner werden.
Diese heißen gegenseitige Schuldverhältnisse, s. g. obligationes bilaterales.
Davon sind noch zu unterscheiden solche Schuldverhältnisse, bei welchen
wesentlich und zunächst nur auf einer Seite eine Verpflichtung begrundet
ist, durch besondere Umstände aber auch wohl eine Gegenforderung des
wesentlich allein Verpflichteten entstehen kann, s. g. obligationes bilaterales
inaequales.“ Vgl. §. 255 Nr. 1, 305.
1a) Vergl. fr. 11 §. 1, 2 de duobus reis (45, 2); fr. 85 pr. §. 1 de verb.
obl. (45, 1); fr. 31 §. 10 de aedil. ed. (21,1); fr. 43 de re jud. (42,1);
C. 1, 2 si plures una sent. (7, 55). Savigny a. a. O. §. 22.