§ 227.
§ 227. Gegenstand des Pfandrechts.
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Dagegen haftet mit der Pfandsache nicht, was sonst auf Grund
des Eigenthums an derselben erworben wird, wie die im Fluß
entstandene Insel und das verlassene Flußbett*2. Wird die verpfändete ¬
Sache von einer auf derselben liegenden Last befreit, so
gereicht dieß dem Pfandgläubiger zum Vortheil, wenn die Last
kraft rechtlicher Nothwendigkeit, nicht wenn sie durch den Willen
des Berechtigten erlischt 13.
§ 227.
Von den körperlichen Sachen ist das Pfandrecht auf alle
anderen Vermögensstücke erstreckt worden, welche wie jene einen
Verkaufswerth haben'. So namentlich“ auf die Forderungsrechte?, ¬
ferner auf die Emphyteusis und die Superficiess, und
der Hauptsache zu der Zeit gewesen ist, wo die Früchte mit der Hauptsache
noch verbunden waren. Diese Meinung ist von Huschke Studien 1 S. 368 fg.
vertheidigt worden, später hat derselbe sie auf Sclavenkinder beschränkt (Zeitschr.
f. Civ. u. Pr. XX S. 264 fg.); so auch Dernburg 1 S. 446 fg. Gestützt
wird diese Meinung auf l. 18 § 2 D. de pign. act. 13. 7 und l. 1 pr. D.
de Salv. int. 43. 33. Ueber andere Erklärungen dieser Stellen s. Francke
Arch. f. civ. Pr. XXX S. 173—180, Vangerow a. a. O. (S. 827 der
7. Aufl.). Gegen die ganze Beschränkung (Eigenthum des Verpfänders an
der Hauptsache bei oder vor Trennung der Frucht) erklärt sich Göppert
a. a. O. nach seiner Grundanschauung, daß die Frucht auch nach der Trennung ¬
als gewesener Theil der Hauptsache rechtlich in Betracht komme. Vgl.
§ 144 Note 3. Es ist ihm nicht gelungen, l. 29 § 1 cit. zu beseitigen. Dagegen ¬
auch Hartmann a. a. O.
12 Arg. 1. 9 § 4 D. de usufr. 7. 1, l. 3 § 2 D. de aqua 43. 20 (wo
statt „fundo tuo" zu lesen ist: „fundo meo"). Hierher gehört auch der Schatz.
13 In l. 18 § 1 D. de pign. act. 13. 7 heißt es: „Si nuda proprietas
pignori data sit, ususfructus, qui postea accreverit, pignori erit“. Wie
aber, wenn der Eigenthümer den Nießbrauch zurückkauft, oder auch wenn
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er ihm vom Nießbraucher schenkungsweise zuruckübertragen wird? Offenbar
hat die Stelle nur den Fall im Auge, wo der Nießbrauch kraft seiner Natur,
durch Tod oder Verjährung (capitis diminutio), untergeht und an das Eigenthum ¬
zurückfällt. A. M. Dernburg Pand. I § 273 Note 5.
L. 9 § 1 D. de pign. 20. 1. „Quod emtionem venditionemque
recipit, etiam pignorationem recipere potest“. Vgl. übrigens über diese
Stelle Huschke Zeitschr. f. Civ. u. Pr. XX S. 181. Ueber den Begriff des
Rechts am Recht im Allgemeinen s. § 48a.
ia Ueber Pfandrecht an Rechten neueren Ursprungs s. Dernburg I
§ 64, Kohler Patentrecht S. 166 fg.
2 L. 7 C. de H. v. A. V. 4. 39, l. 4 C. quae res pign. 8. 16 (17).