Metadaten : Agrikultur (3)

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Die  Ackerwerkzeuge.
die  Pflugknechte  faul,  und  verleiten  sie,  sich  auf  den  Pflug  zu  lehnen,  wodurch  dann
freilich  die  Last  um  ein  beträchtliches  vermehrt  wird.  Wenn  bei  dem  Pfluge  ein  Druck
nach  der  rechten  Seite  nöthig  ist,  so  könne  dieser  mit  dem  aufgesetzten  Räutel  eben  so
gut  gegeben  werden.  Jndessen  ist  es  doch  nicht  zu  leugnen,  daß  die  zweite  Sterze  auf
der  rechten  Seite  zuweilen  einigen  Nutzen  habe,  besonders  das  Einsetzen  des  Pfluges ¬
  erleichtere,  zur  schnellen  Ueberwindung  eines  Widerstandes  beitrage,  und  durch
eine  etwas  steife  Haltung  des  rechten  Arms  dem  Drucke  der  Erde  auf  das  Streichbrett
entgegenwirke,  welcher  den  Pflug  leicht  auf  die  linke  Seite  überbiegt,  wodurch  eine
schräge  Furchensohle  entsteht.
Bei  den  gewöhnlichen  Räderpflügen  sind  diese  Theile  ganz  hinten,  nahe  am
Hacken  des  Pfluges  angebracht,  um  auf  demselben  einen  perpendikulären  Druck
äußern  zu  können,  wenn  der  Pflug  tiefer  eingehen  soll.  Dieser  Druck  kann  aber  auf
festem  Boden  nichts  wirken,  und  muß  vielmehr  nur  die  Spitze  in  die  Höhe  heben.
Bei  den  englischen  räderlosen  Pflügen  sind  die  Stürzen  ganz  nach  vorn  zu,  und  an
dem  Punkte,  wo  der  Widerstand  am  stärksten  auf  den  Pflug  wirkt,  eingefugt  und
nun  nach  hinten  so  verlängert,  daß  sie  als  ein  starker  Hebel  wirken,  und  der  Pflug
führer  mit  geringer  Kraftanstrengung  dem  Widerstande  entgegenarbeiten  kann.
(Vergl.  Beschreib.  der  Ackerger.,  Heft  I.,  Taf.  3.)
Bei  dieser  Einrichtung  aber  ist  der  Pflug  gegen  jeden  Druck  auf  die  Sterze  höchst
empfindlich,  und  die  einzige  Schwierigkeit  bei  der  Führung  dieses  Pfluges  besteht
darin,  daß  der  Pflugführer  sich  alles  Druckes  und  jeder  Anstrengung  der  Hand  entwöhne, ¬
  weswegen  immer  diejenigen,  die  mit  einem  andern  Pfluge  noch  nie  gepflügt
haben,  sogleich  damit  pflügen  lernen;  alte  Pflüger  aber  in  den  ersten  Stunden  leicht
in  den  Fehler  des  Aufdrückens  verfallen.  Sobald  man  sich  an  den  Gebrauch  dieser
Sterzen  etwas  gewöhnt  hat,  und  in  der  Uebung  ist,  den  Pflug  hinten  etwas  zu  heben, =
  wenn  er  aus  dem  Lande  gehen,  und  etwas  niederzudrücken,  wenn  er  zu  tief  eindringen ¬
  will,  —  welches  nur  wenn  es  bergauf  oder  abgehet,  oder  ein  ungewöhnlicher ¬
  Widerstand  in  den  Weg  kommt,  der  Fall  seyn  kann  —  ist  die  Führung  so  sehr
leicht,  daß  man  einen  Jungen  von  12  Jahren  dazu  gebrauchen  kann.  Die  Umwendung, =
  die  manche  bei  dem  räderlosen  Pfluge  für  schwierig  halten,  kann  bei  keinem
leichter  seyn.  Man  legt  ihn  auf  die  rechte  Seite,  und  läßt  ihn  vom  Zugvieh  herum¬
            
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