6. Buch. 1. Tit. §. 588.
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sehen, qui semper moram faciat, er muͤsse daher wegen
der Unglüͤcksfaͤlle immer insofern haften, als die Sache
bey dem Klaͤger nicht verungluͤckt seyn wuͤrde. Ist der
malae fidei possessor ein Dieb oder Raͤuber, so geben
alle zu, daß ein solcher in Anspruch genommen werden
koͤnne, wenn gleich die Sache schon vor erhobener Klage
des Eigenthuͤmers zu Grunde gegangen seyn sollte. Allein
gerade hierin ist kein Unterschied zwischen einem Dieb und
einem andern malae fidei possessor, wie Paulus uns
überzeugt; wenn er sagt'): Si iuravero, te Stichum
mihi dare oportere, qui non sit in rerum natura,
nec aestimationem mihi praestare reus debet, nisi er
causa furtiva, vel propter moram, tunc enim etiam
post mortem servi aestimatio praestatur. Ludovicus Vitalis?) ¬
wendet zwar ein, der Unterschied zwischen einem
Diebe, und einem andern malae fidei possessor bestehe
allerdings darin, daß jener aus seinem Delirt verhaftet
bleibe, wenn gleich die Sache vor erhobener Klage zu
Grunde gegangen ist, weil gegen ihn auch eine persönliche
Klage Statt hat 3). Deswegen hafte er ohne Unterschied fuͤr
den Zufall*). Allein gegen einen andern malae fidei
posQu. ¬
19. not. e. Io. Aug. REICHARDT Diss. de casu obligationem -
tollente. Ienae 1767. §. 6. u. lo. Gottl. de HACKEMAN
Diss. de praestatione casus. Frfti. 1746. §. 18.
1) L. 30. §. 1. D. de iureiur.
2) Lection. variar. Lib I. cap. 18. nr. 11. et 12. (in Ev. orTONIS ¬
Thes. iur. Rom. T. II. pag. 643.)
3) Pr. I. de obligat. quae ex delicto. L. 25. D. de obligat.
et actionib.
4) L. 9. C. de furt. L. fin. C. de condict. ob turp. onus. L. 2.
C. de condict. furt. L. 8. et fin. D. eodem.