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Die Größe der Nebenplaneten oder Trabanten kann
ebenfalls noch nicht genau angegeben werden. Als ein Beyspiel ¬
der Berechnung nehme ich den ersten Trabanten des
Jupiters. Setzt man nach La Place den aus dem Mittelpunkt ¬
des Jupiters gesehenen scheinbaren Durchmesser dieses
Trabanten = 30 21 (§. 111.); also den Halbmesser = 15
10,5; so findet sich, weil er 5,81783 Halbmesser des Aequators ¬
des Jupiters von ihm absteht, der Halbmesser des
Trabanten = 0,02568 Halbin. des Jupiters = 11,3
0,02568 = 0,29 Erdhalbmessern, und daher wäre dieser
Trabant etwas größer als der Mond.
Auf ähnliche Art können die Abmeßungen des Rings
des Saturns gefunden werden. Es verhält sich z. B. die
Dicke des Rings zu dem Durchmesser des Saturns wie
25: 3557 (§. 118.). Aber der Durchmesser des Saturns
verhält sich zu dem Durchmesser der Erde wie 9.54: 1; folglich ¬
verhält sich die Dicke des Rings zum Erddurchmesser
= 238,5 : 3557 und zu dem Halbmesser der Erde = 477
3557 = 0,134 : 1. Die Dicke des Rings beträgt also
nur 115 geogr. Meilen, oder etwa den vierten Theil des
Durchmessers des Monds.
Endlich kann man die wahre Größe der Gegenstände
finden, welche durch eine gegebene Fernröhre auf einem gegebenen ¬
Himmelskörper, dessen Entfernung man kennt, noch
bemerkbar sind. Schröter konnte mit seinem siebenfüßigen
Herschelschen Teleskop Gegenstände bemerken, deren scheinbare ¬
Größe 0,2, und ihre Figur unterscheiden, wenn ihre
scheinbare Größe o,7 war. Die erstere verhält sich zu dem
scheinbaren Halbmesser des Monds wie 1 : 4668, die letztere ¬
wie 1 : 1334. Da nun der Halbmesser des Monds
= 892949 Tois. ist; so konnte er auf dem Mond einen Gegenstand ¬
bemerken, dessen wahre Größe = 191 Toisen war,
und seine Figur unterscheiden, wenn er 669 Toisen im
Durchmesser hatte.