fullscreen : Grote, Claudia von: ¬Die Bedeutung der soziolinguistischen Kodes für die kommunikativen Fähigkeiten eines Sprechers

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  Messung  zur  Länge  der  Beschreibungstexte  (Var.  1-4)'
Die  Länge  der  Texte  ist  nach  einem  formal-quantitativen  Kriterium,
einem  textstrukturellen  und  einem  inhaltlichen  Kriterium  gemessen
worden.
1.  Nach  der  Anzahl  aller  Wörter  (Var.  1)  ohne  die  abgebrochenen
Wörter  (Morpheme);
2.  Nach  der  Anzahl  der  ausschließlich  inhaltsbezogenen  Wörter
(Var.  2),  also  der,  die  ausschließlich  der  Beschreibung  des  Bildes -
  dienen;
3.  Nach  der  Anzahl  der  Subjekt-Prädikat-Einheiten  (Var.  3).
Als  solche  Satzgerüste  zählen  auch  "Sätze"  mit  suspendierten
Subjekt  oder  Prädikat  (Ellipsen);
4.  Nach  der  Anzahl  der  kleinsten  Informationselemente  (Var.  4).
Diesem  Maß  liegt  die  Überlegung  zugrunde,  daß  jede  Subjekt-Prädikat-Einheit -
  auf  eine  kleinste  sinnvolle  Kernaussage  reduziert -
  werden  kann.  Zu  dieser  Kernaussage  werden  alle  verbleibenden -
  sprachlichen  Elemente  derselben  Subjekt-Prädikat-Einheit
als  zusätzlich  ergänzende  Informationsträger  hinzugezählt.
So  erhält  die  Subjekt-Prädikat-Einheit  "Der  Mund  ist  diesmal
ein  bißchen  offen",  die  drei  kleinsten  Informationselemente:
Der  Mund  ist  offen;  der  Mund  ist  ein  bißchen  offen;  der  Mund
ist  diesmal  ein  bißchen  offen.
Diese  Art,  die  kleinsten  Informationselemente  zu  ermitteln,
bedeutet  nicht,  daß  die  Anzahl  der  kleinsten  Informationselemente -
  einer  Aussage,  die  aus  mehreren  kurzen  Sätzen  besteht,
zwingend  größer  ist  als  die  Anzahl  der  kleinsten  Informationselemente -
  derselben  Aussage,  die  aus  einem  langen  Satz  besteht.
1
Variablenliste  im  Anhang  mit  den  Ergebnissen  der  Varianzanalyse. -

2
Die  Unterstreichung  kennzeichnet  das  jeweilige  sprachliche
Element,  das  die  Kernaussage  erweitert.
            
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