Einleitung. Begriff, Quellen,
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verhandelt und entschieden, auch diese Entscheidungen verwirklicht ¬
werden, nennen wir die Theorie des gemeinen
Civilprozesses (1). Soll sie vollständig seyn, so muß sie
neben der Lehre von dem Verfahren selbst auch handeln von
den zur Prozeßführung berechtigten Subjecten, deren Rechten ¬
und Pflichten bei der Prozeßführung, von der Einrichtung ¬
der Gerichte, von den Berechtigungen und Verbindlichkeiten ¬
ihrer Glieder, als solcher, und von den Gegenständen ¬
des bürgerlichen Prozesses. Sodann muß sie nicht
nur Inhalt und Ordnung der prozessualischen Handlungen,
sondern auch die Art und Weise angeben, wie dieselben so
zweckmäßig, als förmlich einzurichten sind (2).
§. 14.
II. Quellen (*). A. Begriff und Arten.
Rechtsquelle ist Alles, woraus Rechtsnormen abgeleitet ¬
werden können. Man kann diese in reale (materielle,
innere) und formale (äußere) (1) und diese wieder in unmittelbare ¬
und mittelbare (2) abtheilen, je nachdem die
(1) Ueber dessen Verhältniß zu der practischen Rechtsgelehrsamkeit
vergl. Dan. Nettelbladt de optima iurisprudentiam practicam ¬
docendi methodo. Als Vorrede zu Bönigk practica
practicata. Hal. 1747. u. in Nettelbladts Samml. kl. jurist.
Abh. Halle 1792. S. 89. f. v. Grolman a. a. O. §. 6. Gensler -
Anl. zur gerichtl. Praxis. Heidelb. 1821. Th. 1. Einleitung.
Falk Encyclopädie. Aufl. 2. §. 132. N. 74.
(2) v. Grolman a. a. O. §.4.23.u. 24. Martin a. a. O. §. 2.
(*) Car. Fried. Goeckerus (pr. Ad. Theoph. Kind) de fontibus ¬
iuris iudiciarii civilis, quod per Germaniam obtinet.
Lips. 1785. Gust. Adolph. Martin Spec. historiae studiorum ¬
et meritorum quibus in theoria ordinis iudiciorum privatorum ¬
per germaniam excollenda tam legislatores quam icti nostrates ¬
excelluerunt. Jen. 1823.
(1) Wening Encyclopädie. §. 62. f.
(2) v. Grolman Theorie des gerichtl. Verfahrens in bürgerl.
Rechtsstreit. §. 9.