Volltext : Chladni, Ernst Florens Friedrich: Die Akustik

—
Zahl  der  Schwingungsknoten:
Töne:
d
.
0
Zahlen,  mit  deren  Quadraten
die  Töne  übereinkommen:
5  7
9  11  13  u.  s.  w.
85.
In  dem  sechsten  Falle,  wo  ein  Ende  des  Stabes  ganz  fest  und  das  andere
nur  angestemmt  ist,  schwingt  der  Stab  ebenfalls  bei  der  ersten  Bewegungsart  ganz  und
theilt  sich  bei  den  folgenden  Bewegungsarten  in  2,  3,  4  und  mehrere  Theile;  es  sind  aber
die  Tonverhältnisse  und  die  krummen  Linien  anders  beschaffen,  als  in  den  beiden  vorigen
Fällen.  Die  krumme  Linie,  welche  der  Stab  in  diesem  Falle  bei  der  ersten  Schwingungsart
annimmt,  habe  ich  Fig.  27.  dargestellt,  die  Krümmung  ist  wegen  der  verschiedenen  Befestigungsart ¬
  nach  dem  einen  Ende  zu  anders,  als  nach  dem  andern  beschaffen.  Die  Töne  kommen ¬
  bei  den  in  diesem  Falle  möglichen  Schwingungsarten  ganz  mit  denen  überein,  welche  ein
Stab  im  zweiten  Falle  giebt,  wo  ein  Ende  angestemmt  und  das  andere  frei  ist,  so  sehr  auch
die  Beschaffenheit  der  krummen  Linien  in  diesen  beiden  Fällen  verschieden  ist.  Es  findet
nämlich  folgende  Reihe  von  Tönen  Statt:
Zahl  der  Schwingungsknoten:
d
Töne:
hb4 -

det.
s
Zahlen,  mit  deren  Quadraten
13  17  21  25  u.  s.  w.
5
die  Töne  übereinkommen:
9
Versuche  lassen  sich  am  besten  darüber  anstellen,  wenn  man  das  eine  Ende  in  einen
Schraubenstock  spannt,  und  an  das  andere  Ende  von  jemand  Anderem  ein  Bret  oder  einen
andern  festen  Körper  anstemmen  läßt,  und  die  Töne  sodann  durch  Berührung  eines  Schwingungsknotens ¬
  und  durch  Streichen  einer  schwingenden  Stelle  mit  dem  Violinbogen  hervorbringt.
86.
Das  allgemeine  Gesetz,  nach  welchem  sich  an  Stäben  die  Zahl  der  Transversalschwingungen ¬
  richtet,  welches  auch  auf  alle  andere  Arten  steifer  Körper,  die  an  Gestalt  einander
ähnlich  sind,  sich  anwenden  läßt,  ist  folgendes:  Wennen  die  einer  jeden  Schwingungsart  zukommende ¬
  Zahl,  D  die  Dicke  eines  Stabes  (oder  andern  dergleichen  klingenden  Körpers),
L  die  Länge  desselben,  R  die  Steifigkeit  der  Materie,  woraus  er  besteht,  G  die  Schwere
desselben  und  h  die  Höhe,  durch  welche  ein  schwerer  Köper  in  einer  Secunde  herabfällt,
bedeutet,  so  ist  die  Zahl  der  Schwingungen  in  einer  Secunde  S  —  1Dyczhlt
Hierin
G
liegen  unter  andern  folgende  Sätze:
            
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