Erstes Buch. Die Lehre von der Erbfolge.
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Die älteren Civilisten bezeichneten die Vulgar-Pupillar- und
Quasipupillarsubstitution als substitutiones directae, weil sie
directe Erbesernennungen enthalten, und stellten ihnen unter dem
Namen substitutio fideicommissaria, oder obliqua oder
ri
precarl.
a' diejenige letztwillige Verfügung gegenüber, durch welche
einem Erben die Auflage gemacht wird, die ihm zugewandte Erbschaft ¬
für einen gewissen Fall oder nach einer gewissen Zeit ganz
oder zu einem Bruchtheil an einen Dritten heraus zu geben. Diese
Verfügung ist keine Erbeseinsetzung, sondern Anordnung eines
Universalvermächtnisses. Als ein Vermächtniß dieser Art ist nach
dem Willen des Erblassers eine directe Substitution, die als solche
nicht zu Recht bestehen kann, aufrecht zu erhalten, si
daß sie in
tirt
eine fideicommissarische converiitt wird2.
wegen der unziff ¬
der Substitution läßt sich
Ein Gesammtbegr
gleichen Voraussetzungen und Wirkungen der verschiedenen Arten
der Substitution nicht construirens
a. Bulgarsubstitution“.
§ 80.
Eine Vulgarsubstitution ist eine selbständige directe Erbeinsetzung ¬
unter der conditio, daß ein zuvor eingesetzter Erbe oder
aus dessen Person ein Anderer die Erbschaft nicht erwerben sollte¬.
Hiernach hat sie folgende juristische Eigenschaften:
1 Diese Bezeichnungen entsprechen der Ausdrucksweise in 1. 15, l. 41
§ 3 D. t. c. (28. 6). § 9 I. de pup. subst. (2. 16), 1. 59 (57) § 2 D. ad
SC. Treb. (36. 1) c. 1 i. f. de testam. in VI to. (3. 11).
* Vgl. 1. 76 D. ad SC Treb. (36. 1) u. unten § 81 sub II.
3 Die Versuche sind nicht gelungen, vgl. Mühlenbruch a. a. O.
S. 248 ff., Puchta, Pand. § 476.
* Vgl. Quellen und Literatur im vorigen § u. Arndts, Civil.
Schrift. Bd. 2 S. 167 ff.
* pr. 1. h. t. (2. 15) . . . ut puta „si ille heres non erit, ille heres
esto“: et deinceps in quantum velit testator substituere potest. 1. 36 D. h. t.
(28.6). 1. 41 (40) D. de H. I. (28.5) ... „si heres non erit“, nihil aliud
intelligitur significare, quam si hereditatem vel sibi non acquisierit vel mutata
conditione alium heredem non fecerit. Vgl. S. 517 Note 5. Daß der früher
eingesetzte Erbe auch früher genannt wird, ist nicht erforderlich, 1. 28 D. de
H. I (28. 5). Si ita quis institutus sit: „Titius heres esto, si Secundus
heres non erit", deinde : „Secundus heres esto“: placet primo gradu Secundum ¬
esse institutum.