340
Mark 150.—
Hausgeräte, Möbel, Betten u. dgl. m.
Krankheiten..
„ 100.—
Erziehung
„ 150.—
100.—
Erholung und Vergnügen ...
n
und finden, dass bei so geringen Ansprüchen dennoch das Jahreseinkommen ¬
von 2000 Mark nur gerade hinreicht. Wir haben in
unserem Beispiele keine Bedürfnisse angeführt, wie sie täglich vorkommen, ¬
wirkliche Bedürfnisse geworden sind, obgleich sie nur dem
Genusse dienen, wie z. B. Zigarren, Bier u. dgl. m.
Von diesem Betrage soll also, wenn er das ganze Einkommen
einer Person darstellt, niemals eine Abgabe erhoben werden können,
und die Exekutionsfähigkeit wegen Schulden soll erst bei einem
reinen Jahreseinkommen beginnen, welches diesen Betrag übersteigt.
1) Die Heimstätte.
Das Existenzminimum im Kapital kann nach einem bestimmten,
festgesetzten Werte nicht geschätzt werden, denn die Erträge der
verschiedenen Kapitalsarten sind mannigfache und die Höhe, welche
der Ertrag irgend eines Kapitals erreicht, sehr wechselnd; überdies
finden viele Kapitalien nur in der persönlichen Nutzung ihre wirtschaftliche ¬
Bedeutung und ihren Wert.
Das Existenzminimum im Kapital muss in den Gütern,
aus welchen es besteht, selbst geschützt werden, und zwar sowohl
in den unbeweglichen als auch den beweglichen. Die Heimstätte
hat diese Aufgabe vorzüglich in Rücksicht auf das unbewegliche
Kapital.
Die Institution der Heimstätte erscheint nur auf den ersten
Blick als eine künstliche, als ein blosses Grössengegenteil des
Familienfideikommisses, als ein mechanisches Bildwerk der stillstehenden ¬
Privatwirtschaft, als Miniaturfideikommiss. Wenn man jedoch
die unreflektierte Entwickelung des Eigentums beobachtet und
nicht übersieht, dass dasselbe keineswegs abgeschwächt in unsere
Kulturepoche eintrat, sondern ganz gegenteilig durch die Aufhebung
des Schuldenarrestes, die Beschränkung der Exekution auf Mittel
zum Erwerbe und endlich auf Wohnungseinrichtung und Lebensmittel ¬
verschärft ist, so stellt die Heimstätte nur den
Schlufsstein in dieser Entwickelung des unantastbaren -
Privateigentums dar.
Und diese Entwickelung hält gleichen Schritt mit der Erkenntnis