I. Theil.
Beschreibung von Venedig.
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zend; ganz vom feinsten Marmor zusammengesezt, und
mit vielen Bildsaulen gezieret. Das Werk ist von Lon
ghena. Meisterhaft sind insbesondere die vier colossalischen -
Mohren, die das Monument auf den Schultern tragen. -
Es ist dies eines der sehenswürdigsten Werke der
Architektur in dieser Stadt, und Pesaro sezte noch bei seinem -
Leben 12000 Ducaten dazu aus. Ausser den angeführten -
ruhen hier noch der Doge Franc, Dandolo,
Melchior Trevisano, Admiral der Republik, Paolo
Savello, Benedetto Pesaro, Jacob Marcello,
Marco Zeno, Bischoff von Torcello, Peter Miani,
Bischoff von Vincenza, Girolamo Venier, Ludwig
Foscarini, Procurator von St. Marco; der 14 Gesandtschaften -
für die Republik machte, Friedrich Cornaro,
der sich im Kriege wider die Genueser auszeichnete ; und
noch viele andere, deren Andenken lange Grabschriften
und zum Theil schöne Denkmäler verewigen. Ueber der
Thüre, die in das Kloster führet, liegt der unglükliche
venetianische General, Francesco Carmignola in
einem hölzernen mit schwarzem Sammet bedekten Sarge,
und keine Sylbe sagt etwas zu seinem Gedächtniss.
Noch andere Werke der Bildhauerkunst verdienen in
dieser Kirche bemerkt zu werden; besonders ein Johannes
der Täufer auf dem Altare der Florentiner von D'onatello, -
und zu beiden Seiten der Sacristeithüre ein h.
Franciscus und Hieronymus von Sansovin. Ein Engel
in der Capelle des h. Marcus ist von Jacob Padovano, und
zwei marmorne Altarstükke von Alexander Vittoria
und JosephPorta.
Im ersten Kloster nicht weit von der Thüre, durch
welche man ins zweite kommt, mahlte Giulio Carpioni -
einen halben Mond mit der Madonna, die einem
Diacon, weil er sie anblikken wollte, ein verlohrnes Auge
wie-