Erstes Buch. Die Lehre von der Erbfolge.
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den geschichtlichen Entwicklungsgang des Notherbenrechts voraus.
Deßhalb muß auch das Pandektenrecht die erforderliche Uebersicht
über denselben enthalten!. Die nachfolgende Darstellung umfaßt
demgemäß:
I. Das Notherbenrecht vor der Novelle 115, und zwar: A. das
Präteritionssystem: 1) nach ius civile, (§ 89), 2) nach ius
praetorium (§ 90); B. das Inofficiositätssystem: 1) nach
ius civile (§ 91), 2) nach ius praetorium (§ 92). C. Die
Reformen beider Systeme durch Justinian (§ 93).
II. Die Umgestaltung des Notherbenrechts durch die Novelle
115 (§ 94, 95
III. Das Notherbenrecht des gemeinen Rechts: A. das Recht
der Descendenten und Ascendenten (§ 96—102); B. das
Recht der Geschwister (§ 103); C. die beiden anomalen
Pflichttheilsrechte des arrogatus impubes und der armen
Wittwe (§ 104, 105).
I. Das Notherbenrecht vor der Aovelle 115*
A. Das Präteritionssystem*.
1. lus civile*
§ 89.
Nach dem Recht der XII Tafeln galt der Satz: uti legassit ¬
suae rei, ita ius esto?. Sie kannten kein Notherbenrecht.
Eingehender, als es hier geschehen kann, behandelt die historische Entwickelung ¬
des Notherbenrechts mein System des heut. röm. Erbrechts.
S. 96 ff.
* Schröder, Das Notherbenrecht. Erste Abtheilung: Das Recht von
der Novelle 115.
** A. Schmidt, Das formelle Recht der Notherben. Leist in
Glück's Comment. Serie der Bücher 37 u. 38 Bd. 2 S. 15 ff., Bd. 3
S. 80 ff.
*** Gaius II. 123—134. Ulp. fr. XXII. 14—22. I. 2. 13 de
exheredatione liberorum. D. 28. 2 de liberis et postumis heredibus instituendis ¬
vel exheredandis. C. 6. 28 de liberis praeteritis vel exheredatis.
6. 29 de postumis heredibus instituendis vel exheredandis vel praeteritis.
° 1. 120 D. de V. S. (50. 16).