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Fäulniß und Entwicklung des Salpeterstoffes auf. In einer
zu trockenen Luft kann die entstehende Säure nicht gehörig
verdünnt, und auf die Erde abgesetzt werden.
Die schwarze Erde, welche, bei gänzlicher Abwesenheit
von Licht und Luft, unter dem Fußboden der Ställe, der
Scheunen, unter dem Pflaster der Viehställe und Schaafställe, ¬
und unter dem Rasen der Wiesen sich bildet, enthält
nicht eine Spur von wirklichem Salpeter, ist aber mit Salpeterstoff ¬
gänzlich angeschwängert. Es bedarf daher weiter
nichts, als daß man diese Erde, nur wenige Tage, der Luft
aussetze, und sie Sauerstoff einschlucken lasse, um Salpeter
in Menge aus derselben zu erhalten. Diese Muttererde
des Salpeters muß alsdann von Zeit zu Zeit umgewandt
und begossen werden.
Vierzehentes Kapitel.
Von den Verbindungen des Schwefels mit verschiedenen ¬
Körpern.
Die Verbindungen des Schwefels mit verschiedenen Körpern, ¬
oder die geschwefelten Körper (sulfures) verdienen ¬
eine besondere Betrachtung.
Von dem geschwefelten Wasserstoffgas ist bereits ¬
in einem eigenen Kapitel gehandelt worden. Von
dem gephosphorten Schwefel wird im nächsten Kapitel ¬
gehandelt werden.
Die geschwefelte Pottasche und geschwefelte
Soda erhält man, wenn man, in einem gläsernen Mörser,
Einen Theil Schwefel mit zwei Theilen Pottasche, oder
Soda, gut gemischt, nachher die Mischung in einem Tiegel ¬
schmelzen läßt, und dann dieselbe auf eine Steinplatte
ausgießt. Diese geschwefelten Laugensalze haben eine
braune, der Leber ähnliche, Farbe: daher der Name Schwe,
felleber.
Wenn die schwefelgesäurte Soda, oder die schwefelge¬