Volltext : Girtanner, Christoph: Anfangsgründe der antiphlogistischen Chemie

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Fäulniß  und  Entwicklung  des  Salpeterstoffes  auf.  In  einer
zu  trockenen  Luft  kann  die  entstehende  Säure  nicht  gehörig
verdünnt,  und  auf  die  Erde  abgesetzt  werden.
Die  schwarze  Erde,  welche,  bei  gänzlicher  Abwesenheit
von  Licht  und  Luft,  unter  dem  Fußboden  der  Ställe,  der
Scheunen,  unter  dem  Pflaster  der  Viehställe  und  Schaafställe, ¬
  und  unter  dem  Rasen  der  Wiesen  sich  bildet,  enthält
nicht  eine  Spur  von  wirklichem  Salpeter,  ist  aber  mit  Salpeterstoff ¬
  gänzlich  angeschwängert.  Es  bedarf  daher  weiter
nichts,  als  daß  man  diese  Erde,  nur  wenige  Tage,  der  Luft
aussetze,  und  sie  Sauerstoff  einschlucken  lasse,  um  Salpeter
in  Menge  aus  derselben  zu  erhalten.  Diese  Muttererde
des  Salpeters  muß  alsdann  von  Zeit  zu  Zeit  umgewandt
und  begossen  werden.
Vierzehentes  Kapitel.
Von  den  Verbindungen  des  Schwefels  mit  verschiedenen ¬
  Körpern.
Die  Verbindungen  des  Schwefels  mit  verschiedenen  Körpern, ¬
  oder  die  geschwefelten  Körper  (sulfures)  verdienen ¬
  eine  besondere  Betrachtung.
Von  dem  geschwefelten  Wasserstoffgas  ist  bereits ¬
  in  einem  eigenen  Kapitel  gehandelt  worden.  Von
dem  gephosphorten  Schwefel  wird  im  nächsten  Kapitel ¬
  gehandelt  werden.
Die  geschwefelte  Pottasche  und  geschwefelte
Soda  erhält  man,  wenn  man,  in  einem  gläsernen  Mörser,
Einen  Theil  Schwefel  mit  zwei  Theilen  Pottasche,  oder
Soda,  gut  gemischt,  nachher  die  Mischung  in  einem  Tiegel ¬
  schmelzen  läßt,  und  dann  dieselbe  auf  eine  Steinplatte
ausgießt.  Diese  geschwefelten  Laugensalze  haben  eine
braune,  der  Leber  ähnliche,  Farbe:  daher  der  Name  Schwe,
felleber.
Wenn  die  schwefelgesäurte  Soda,  oder  die  schwefelge¬
            
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