Full text: Vitruvius: Des grossen und weltberühmten Vitruvii Architectura

Architectur. der Säule ſeyn. Siehe Fig. A. A. 2tes
Kupffer-Blats.

55.1.

Die fünf
Geichlech-
ter der
bäude
ſind
I. Der
Pycnoſtyl.

Der zweyte heiſt Syſtil, naheſäulig,
wo die Säulen ſcheinen beyſammen zu
ſtehen; ſie ſind nichts deſtoweniger ein
wenig entfernter, als an dem Pycnoſtyl; dann die Zwiſchenweiteiſt zween Diameter
der Säule.

55.1.

2. Der
Syſtilus.

Der Fehler, ſo man an dem Syſtyl ſo-
wohl, als an dem Pycnoſtyl, beobachtet,
iſt dieſer, daß die Eingänge der Gebäu-
de, ſo mit dieſen Säulen umgeben, zu
enge fallen. Alſo daß, wie Vitruvius be-
merket, das Frauenzimmer, ſo in den
Tempel gehet, und einander bey der
Hand halten, ſie ſobald ſie zu dieſen Säu-
len kommen, einander wegen der Enge
des Raums verlaſſen müſſen, weil zwo
Perſonen; ugleich nicht durch paſſiren Kön-
nen. Siehe Fig. BB. 2ten Kupffers.

Der dritte heiſt Dyaſtil, und will ſo
viel ſagen, daß die Säulen entfernet ſind. Der Zwiſchenraum iſt drey Diameter. Das Unglück aber iſt, daß der Zwiſchen-
raum ſo groß iſt, daß der Architrave, ſo
bon einer Säule zur andern langen muß,
in Gefahr ſtehet, entzwey zu brechen, weil
die Alten ſolches von einem Gtein mach-
ten. Giehe Fig. CC. 2ten Kupffers.

55.1.

3. Der
Diaſtyl.

Der vierte wird Areoſtyl genannt, wel-
ches ein Gebäude, wo die Gäulen rar

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