Full text: Vitruvius: Des grossen und weltberühmten Vitruvii Architectura

Vitruvit nichts geſchrieben, und nur ſo viel ge-
meldet, daß er die gegarnte Arbeit
Lit. A. 1. Küpffers anderm Mauer-
werk vorzichet, und zwar wegen der
Gleichheit, ſo ſie in der Aigur und in der
Situation der Steine hält. Was aber
den Reichthum und die Materie betrifft,
ſo überläßt er diß dem Bauherrn; er be-
kennet auch, daß die Schönheit oder die
Zierde des Gebäudes in der guten Voll-
ziehung beſtehe, und gänzlich in der Ge-
ſchicklichkeit und der Svrge der Hand-
werksleute.

54.1.

3. Der
Verferti-
gung.

Die zweyte Gattung der Schünheit,
welche nur durch Umſtände, ſo ſie berge-
ſellſchaften, gefällt, iſt zweyerley; die ei-
ne heiſt Weißheit, und die andere Regu-
larität.

54.1.

2. Die ſo
gleichgül-
tig, hat
zwenerlen
Geſchlech-
te, als

Die Weißheit beſtehet in dem ver-
nünftlichen Gebrauch der poſitiven Schön-
heit, welche entſpringet, indem alle Thei-
le nach ihrem richtigen Gebrach beſchaf-
fen, da alle Theile in die rechte Ordnung
gebracht werden: zu deren Vollkommen-
heit man eine reiche und koſtbare Materie
hergegeben, und die eine gleiche und uni-
forme Figur, mit aller Reinigkeit und
Propertät nach möglicher Correction be-
ſitzet.

54.1.

1. Die
Weißheit.

Vitruvius bringt zwenerley Erempel die-
ſer Gattung der Zierde herbe [?] y. Die

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