Full text: Vitruvius: Des grossen und weltberühmten Vitruvii Architectura

Vitruvii auch Läden ſo nicht dunkel waren, haben
könnte.

53.1.

Rach den
Römern.

Die Stiegen der gemeinen Gebäude
ſollen breit ſeyn und gerad aufgehen; es
ſollen ihrer auch mehrer ſeyn, wie auch
mehrere Eingänge, damit man hie und
da bequem aus-und eingehen könne. Es
wird aber unten im folgenden Sapitel,
4ten Artikel von Stiegen-Treppen ein
mehrers gehandelt werden.

53.1.

3. Oie
Stiegen.

Die Säle, worinnen groſſe Verſamm-
lungen gehalten werden, ſollen wohl hoch
ſehn. Um ihnen ihre Proportion zu ge-
ben, muß man die Breite und Länge zu-
ſammen nehmen; die Helfte davon iſt
die Höhe. Beh den Sälen, worinnen
man keine ſo groſſe Höhe haben wolte,
nimmt man ein und ein halb mahl die
Breite zur Höhe.

53.1.

4. Oie
Säle.

In denen weit und erhabenen Orten,
worinnen der Ungelegenheit des Schalls
oder Widerhalls, ſo gemeiniglich an ſol-
chen Orten ſich äuſſert, abzuhelffen, muß
ohngefehr an der Helfte der Mauer-Hö-
he eine Corniche oder Haupt-Geſims ge-
macht werden, ſo an ſtatt eines Gurts
dienet, dadurch dann der Lauf der Stim-
me unterbrochen wird, welche ohne die-
ſes wider die Mauer fiel, und bon dar-
aus nochmahls wider das Gewölb, und

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