Full text: Vitruvius: Des grossen und weltberühmten Vitruvii Architectura

Vitruvii und durchdrungen als wanns eine Sa-
che märe, alſo daß dieſe Farben nicht
dergehen, wann man ſelbige auch abwa-
ſchen wolte, melches bey einem Bewurff
ſo ſchon trocken iſt, nicht geſchiehet.

49.1.

2. Der Be-
murf für
Die Fres-
quo. Mab-
ler.

Sie haben auch dieſen Bewurff auf
Dolz oder Schiedmände, ſo mit Baiman
angefüllet waren, getragen, worauf ſie
Rohr, mie mir die Batten aufuagelten,
gehefftet, darauf dann Baimen fam, und
machten mieder eine Reihe Rohr in der
Ouer darauf, und wieder Baimen, end-
lich aber kam eine Bage mortel und Stuc
darauf, mie ſchon gemeldet morden.

49.1.

3. Dir
Bemurff
auf holi
oder
Schied-
mände.

An niedrigen und feuchten Orten ma-
ren ſie diel dorſichtiger, ſonderlich an dem
inwendigen, mas das äuſſerliche betraff; da haben ſie unten her drey Schuhe hoch
die Mauer mit Ciment beworffen.

49.1.

4. Be@
murff an
ſeuchte
Drt.

Inmendig aber, wann der Boden auſ-
ſenher höher mar, als der inwendige, ſo
machten ſie eine dünne Mauer neben der
groſſen, und lieſſen nur ſo diel Spatium
darzwiſchen, daß man einen fleinen Ca-
nal, welcher tieffer als der Boden lag,
damit das Waſſer, ſo ſich aus der Mauer
zog, dahin abrinnen kunte. Damit ſich aber
zwiſchen zwo Mauern nicht zu diel Maſſer
einzog, ſo machten ſie an der fleinen
Mauer oben Lufft - Löcher, damit ſich die
Feuchtigkeit daraus ziehen kunte. Es

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