Full text: Vitruvius: Des grossen und weltberühmten Vitruvii Architectura

Vitruvii nen vebunden; ſo aber nicht eine Höhe
oder Dicke haben. Manhält keine Gleich-
heit, als in dem ausgleichen; indeme die
Lagen ungleich unter ſich ſind. Siche
Fig. E. I . Kupffers.

47.1.

5. Wo ſie
ungleiche
Höhe da-
ben.

Das in der Mitte ausgefüllte Mauer-
werk, ſo ben den Alten Emplecton geheiſ-
ſen iſt von ungehauenen, voch gleich ge-
legten Steinen gemacht; welche nur im
Haupt gleich ſind, die in der Mitte wer-
den nur ſo in den Kalch hinein geworffen. Siehe FF, GG. H. I . Kupffers.

47.1.

6. Die
ausge.
füllte
Mauer

An allen dieſen Arten Mauerwerks, iſt
doch allezeit dieſeß die beſte, ſo von mittel-
mäβigen Steinen gemacht wird, und al-
lezeit lieber klein als groβ, damit der Mör-
tel an allen Drten durchdringe, und die
Steine beſſer zuſammen halte; verliehret
auch die Kräfften nicht ſo bald, ſo es durch
groſſe Steine zuſammen gehalten wird,
und an deren Fugen man ſiehet, daβ der
Mörtel verdirbt und mit der Zeit ſich in
Staub verkehrt: welches man an den äl-
teſten Gebäuden ſo aus kleinen Steinen
erbauct, nicht ſiehet. Tch will ſo viel ſa-
gen, daβ man den Mörtel nicht ſparen
ſoll.

Derowegen ſchlägt Vitruvius eine ge-
wiſſe Gattung zu Mauern vor, welche man
zuſammen geſeßte Mauer heiſſen könnte,
weil die Steine im Haupt verklammert

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